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Amt wegen „Unfähigkeit“ geschlossen

Eine Kette und zwei ominöse Zettel an der Tür der Agentur für Arbeit in Teterow sorgten für Ärger.

Die Polizei ermittelt nun wegen übler Nachrede.
Friso Gentsch Die Polizei ermittelt nun wegen übler Nachrede.

Ob das wohl jemand geglaubt hat? An der Eingangstür zur Agentur für Arbeit in Teterow war am Dienstagfrüh der Türknauf mit einer Kette umwickelt. Außerdem fanden sich an der Tür zwei A4-Blätter mit der Aufschrift „Aufgrund von Unfähigkeit unserer Mitarbeiter ist das Amt vorübergehend geschlossen“.

Die Zettel stammen natürlich nicht von der Arbeitsagentur. Wer sie an der Tür angebracht hatte, das versucht jetzt die Polizei herauszubekommen. Ermittelt wird wegen übler Nachrede.

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Kommentare (2)

Üble Nachrede ist ein Spezialfall der Beleidigung (§ 185 StGB). Sie besteht dann, wenn jemand über einen anderen Menschen nachweislich unwahre Tatsachen behauptet, die diesen verächtlich machen und in der öffentlichen Meinung herabwürdigen. Nun möge nicht pauschal die "Unfähigkeit unserer Mitarbeiter" vom Teterower Beschwerdeführer im Ganzen angegriffen worden sein, insoweit sind sicher auch nicht alle Mitarbeiter gemeint gewesen. Aber Beispiele für Unfähigkeit können reichhaltig erbracht werden. Kostprobe: Seit mehr als 6 Monaten wartet eine Leistungsempfängerin auf den Gutschein für einen Kleiderschrank. Immer wieder wird sie vertröstet, immer wieder sind Kostenvoranschläge verschwunden und es wird immer wieder erneut verlangt, einen solchen vorzulegen. Auf die Beschwerde der Leistungsempfängerin bei der aufsichtsführenden Landrätin Frau Dr. S. bemühte sich der Außendienst innerhalb von wenigen Tagen zur Kontrolle in der Wohnung, ob tatsächlich ein Kleiderschrank benötigt würde, und siehe da, er wird benötigt. Der Gutschein zum Bezug desselben ist aber immer noch nicht eingetroffen, obwohl inzwischen weitere 2 Wochen vergangen sind. Die zuständige Frau Kr. von dem Jobcenter Ueckermünde kommt, wie man landläufig zu sagen pflegt, mit ihrem Arsch nicht aus der Hose. Und eine derartige Faulheit darf man nicht höflichkeitshalber "Unfähigkeit" nennen ? Das ist die Wahrheit, und keinesfalls eine üble Nachrede. Ich rufe Betroffene auf, hier ihren Kommentar einzubringen, um dem Teterower Beschwerdeführer den Rücken zu stärken. Ja, wenn er bloß ein Jäger wäre....dann könnte er in Mecklenburg, besonders in Vorpommern, mit der Gnade der Staatsanwaltschaft und des Gerichts rechnen.

Warum alles auf Teterow begrenzen? Überall ist in den Arbeitsämtern das gleiche Problem. Die dort sollten sich mal die Frage stellen wofür sie ihr üppiges Gehalt bekommen. Es ist eine Schande für die Deutsche Republik, wie man mit ihren eigenen Bürgern umgeht, während andere alles in den A... geblasen bekommen....