Basepohl am See - Stadt antwortet nicht auf "Drohbrief":

Armeesiedlung: Droht Stavenhagen nun Klage?

Der Verwalter der Blöcke in Basepohl am See will noch ein Gespräch mit dem Stavenhagener Bürgermeister abwarten. Dann entscheidet der Liquidator, ob die Stadt eine Klageschrift bekommt oder nicht.

Birgit Urban hat die Schlüsselgewalt in Basepohl am See. Sie berät alle Mietinteressenten.
Eckhard Kruse Birgit Urban hat die Schlüsselgewalt in Basepohl am See. Sie berät alle Mietinteressenten.

Noch hält sich Thorsten Krüger mit einer Klageschrift zurück. Doch der neue Verwalter der alten Armeesiedlung in Basepohl würde nicht mit der Wimper zucken, wenn es darum geht, ein Verfahren gegen die Reuterstadt Stavenhagen zu führen. Denn es schmeckt ihm so gar nicht, dass die Stavenhagener Verwaltung seit geraumer Zeit den Abriss der privaten Siedlung mit 99 Prozent Leerstand plant und öffentlich propagiert. Denn das schrecke Mieter ab. Bevor Thorsten Krüger aber den Weg zum Anwalt sucht, baut er auf ein Gespräch mit Bürgermeister Bernd Mahnke. „Ich will in den nächsten Tagen einen Termin absprechen“, sagt der Liquidator aus Schönwalde bei Berlin. Erst danach werde er entscheiden. „Wenn der Bürgermeister nicht einlenkt, wird die Stadt eine Klageschrift bekommen“, betont Krüger.

Momentan hat er noch keine Antwort auf seine Schreiben an die Reuterstadt bekommen. Darin hatte er im Dezember gefordert, vom Vorhaben des Abrisses der Siedlung abzulassen und von Veröffentlichungen in diesem Rahmen im Reuterstädter Amtsblatt abzusehen. Krüger hatte sogar Unterlassungserklärungen verlangt (der Nordkurier berichtete). Die stellvertretende Bürgermeisterin Berit Neumann hatte indes nur verkündet, dass die Stadt auf die Schreiben nicht reagieren wird.

Für Krüger steht fest: „Wir sind rechtmäßige Eigentümer.“ Da könne Stavenhagen keinen Abriss planen noch durchführen. Schon gar nicht, wenn die „Renova Baugesellschaft“ ganz andere Pläne hat. Mittlerweile seien nämlich schon wieder acht Wohnungen im 40er Block bezogen. „Am 25. Januar zieht der nächste Mieter ein. Bis März wollen wir den Block zu 80 Prozent voll haben.“ Einige Mieter müssten nur noch ihre Kündigungsfristen an den anderen Wohnorten abwarten und zögen dann zurück oder neu nach Basepohl am See.

Damit dies alles gelingt, hat Krüger drei Hausmeister im Mini-Job und eine Geschäftsführerin für Basepohl eingesetzt. Eine Dreiraumwohnung soll inklusive Heizung und Nebenkosten 388 Euro, eine Vierraumwohnung 447 Euro kosten.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung