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Aufstieg passé: JuS-Elf bleibt nur Platz zwei

VonFlorian FerberBernd Wunderlich und seine Landesklasse-Fußballer haben ihr großes Ziel verpasst. Wie es mit dem Trainer und seinen Schützlingen weiter ...

VonFlorian Ferber

Bernd Wunderlich und seine Landesklasse-Fußballer haben ihr großes Ziel verpasst. Wie es mit dem Trainer und seinen Schützlingen weiter geht, ist noch ungewiss.

Stavenhagen/Jürgenstorf.„Wir sind alle sehr, sehr traurig.“ Mit diesen Worten kommentiert Bernd Wunderlich, (Noch)-Trainer von Kickers JuS 03, das Saison-Finish in der Fußball-Landesklasse I – an dessen Ende das große Ziel, der Landesliga-Aufstieg, hinter dem SV Traktor Pentz verpasst wurde.
Zwar machte der langzeitige Tabellenführer am letzten Spieltag seine Hausaufgaben und schickte Absteiger FSV Krakow am See mit einem 4:1-(2:0)-Sieg nach Hause (JuS-Torschützen: Haack, Kläre/2 und Schröder). Und auch drum herum stimmte alles im Waldstadion; rund 200 Zuschauer harrten der großen Sause. Doch da parallel die überraschend starken Pentzer gegen die beste Rückrunden-Mannschaft, den SV Burg Stargard, beim 3:1-Auswärtserfolg nichts anbrennen ließen, war der finale „Dreier“ letztlich umsonst. Punktgleich mit 56 Zählern, trennen Platz eins und zwei elf Tore.
Bei den Ursachen für den verpassten Aufstieg sieht Bernd Wunderlich mehrere Gründe. „Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt, unsere individuellen Fehler wurden hart bestraft und insgesamt haben wir in der Rückrunde zu viele Punkte liegen gelassen.“ Ein Blick in die Statistik unterstützt diese Aussage. War Kickers JuS 03 nach der ersten Halbserie noch bestes Team mit 33 Punkten, belegte der Aufstiegsfavorit in der zweiten Runde nur den fünften Platz mit 23 Zählern. „Trotzdem: Glückwunsch an die Pentzer. So stark und konstant hatte ich sie nicht erwartet“, sagt Wunderlich.
Wie es nun mit der Mannschaft weiter gehe, so Wunderlich, sei schwer zu prognostizieren. Trotzreaktion oder Kopf in den Sand? Man müsse abwarten. Viel hänge auch davon ab, ob das Team zusammenbleibt und wie sich die anderen Mannschaften in der neuen Landesklasse-Saison formieren. Fest stehen dürfte nur: ein Selbstläufer wird der Aufstieg auch in der kommenden Spielzeit nicht. Die berufliche Zukunft des Trainers, der den Aufstieg eng mit seinem persönlichen Schicksal verbunden hatte, werde sich wohl in der nächsten Zeit entscheiden. „Ich habe hier sehr gerne gearbeitet, Mannschaft und Umfeld im Verein sind top“, lässt der 56-Jährige verlauten.
Morgen indes steht das Freundschaftsspiel gegen Fußball-Oberligist 1. FC Neubrandenburg 04 im Waldstadion an. Anstoß: 18.30 Uhr.