Irre Aktion auf der A 20:

Autodieb springt aus fahrendem Wagen

Einen solchen Einsatz erlebt die Polizei wohl auch nicht alle Tage. Eine routinemäßige Fahrzeugkontrolle an der Autobahn 20 nahm eine überraschende und skurrile Wendung.

Nur knapp konnte die Polizei am Montagabend auf der A 20 einen vermutlich gestohlenen und plötzlich fahrerlosen Wagen stoppen.
Stefan Tretropp Nur knapp konnte die Polizei am Montagabend auf der A 20 einen vermutlich gestohlenen und plötzlich fahrerlosen Wagen stoppen.

Eigentlich wollten Beamte der Gemeinsamen Diensteinheit (GDE), ein Zusammenschluss von Landes- und Bundespolizei, sich Montagabend den auffälligen Pkw mit Hamburger Kennzeichen nur einmal näher anschauen. Ein Streifenwagen setzte sich vor das Fahrzeug und forderte es via Leuchtschrift zum Folgen auf. Die Beamten lotsten den Wagen auf den A20-Rastplatz Quellental zwischen den Anschlussstellen Kröpelin und Bad Doberan.

Wie die Beamten später schilderten, machte der Fahrer dann aber noch während der Fahrt auf den Rastplatz plötzlich seine Tür auf und sprang bei einem Tempo von ungefähr 50 km/h aus dem Auto. Der geklaute Range Rover fuhr damit führerlos auf mehrere stehende Autos und Lastwagen zu. Deshalb lief einer der Polizisten dem Wagen hinterher, griff durch die geöffnete Tür zur Handbremse und brachte das Fahrzeug zum Stehen - noch bevor es gegen andere Autos krachte.

Der Täter allerdings konnte währenddessen in der Dunkelheit vom Rastplatz fliehen. Die Beamten forderten umgehend einen Hubschrauber und einen Fährtenhund an. Die Suche nach dem Autodieb dauerte rund drei Stunden, ehe sie ergebnislos eingestellt wurde. Der offenbar kurz zuvor in Hamburg gestohlene Pkw wurde von einem Abschlepper sichergestellt und zur kriminaltechnischen Untersuchung gebracht.

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