Kinder :

Basepohl: Jugendklub in fast seelenloser Siedlung?

Wenn ab 2014 das Abwasser nicht mehr entsorgt wird, steht auch die Frage nach der Zukunft des AWO-Jugendklubs in Basepohl am See.

Dem Leerstand im Wohngebiet zum Trotz: Der Jugendklub in Basepohl am See ist immer noch gut besucht.
Eckhard Kruse Dem Leerstand im Wohngebiet zum Trotz: Der Jugendklub in Basepohl am See ist immer noch gut besucht.

Wohnblöcke ohne Gardinen. Vielfach fehlen bereits die Fenster. Unkraut noch und noch. Und die letzten Anwohner ziehen nach und nach fort. Die ehemalige Armeesiedlung in Basepohl am See macht nicht den Eindruck, als ob hier noch viel stattfindet. Nur noch die Bundeswehr bewirtschaftet hier einen Wohnblock. Und auch der Jugendklub der Arbeiterwohlfahrt hält eisern die Fahne hoch und sorgt inmitten der verwaisten Häuser für einen Lichtblick.

"30 Kinder nahmen jeden Tag an den Ferienspielen teil", blickt AWO-Dezernentin Bettina Freese auf die gerade beendeten Sommerferien zurück. Auch sonst sei der Klub immer gut besucht. Mobile Jugendarbeit werde hier groß geschrieben. Und die Mädchen und Jungen werden sogar aus den umliegenden Dörfern in das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum geholt.

Findet man Lösung für Abwasserproblem

Noch spricht keiner von einer Schließung des Jugendklubs: Doch diese Frage rückt immer stärker ins Blickfeld. Denn im Verlauf des kommenden Jahres soll die Kläranlage der Bundeswehr stillgelegt werden. Ohne ordnungsgemäße Abwasserentsorgung könnte auch der Jugendklub nicht mehr betrieben werden. Das wissen Stadt und AWO. Es sei denn, man findet eine Lösung für das Abwasserproblem. Doch auch dann bliebe die Frage, ob ein Jugendklub Sinn macht, wenn es überhaupt keine Kinder mehr in dem Wohngebiet gibt und keine Wohnhäuser mehr in Basepohl am See stehen. Denn die Stadt favorisiert einen Rückbau des Wohngebiets.

Der Stavenhagener Bürgermeister, Bernd Mahnke, äußert sich dazu nur vage. "Zur Zeit ist eine Schließung nicht angedacht", sagt er. Ziel sei, den Jugendklub so lange wie möglich zu erhalten. Momentan gebe es auch noch keinen Abrisstermin für die Wohnblocks in Basepohl am See. "Wir denken auch über Alternativen nach", so Mahnke. So könne er sich eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Umlanddörfern vorstellen.

Auch für Bettina Freese hängt die Zukunft des Jugendklubs nicht nur von dem Gebäude in Basepohl am See ab."Die Jugendarbeit könnten wir nach wie vor leisten, wenn es es gewünscht wird." Möglich sei eine verstärkte mobile Arbeit oder ein Klub an einem anderen Standort. Doch das werde erst die Entwicklung der nächsten Zeit zeigen.

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