Sinkende Flüchtlingszahlen:

Basepohl wird Reserve-Unterkunft

Immer wieder hatte die Stadt Stavenhagen klare Aussagen gefordert, ob das Land in der ehemaligen Kaserne in Basepohl weiter Flüchtlinge unterbringen will. Jetzt hat sich das Kabinett in Schwerin entschieden.

Ende Juli hatte die Arbeitsangentur den Angestellten in der Flüchtlingsunterkunft Basepohl schon mal Job-Angebote mitgebracht, weil sich abzeichnete, das der Personalbedarf sinken wird.
Eckhard Kruse Ende Juli hatte die Arbeitsangentur den Angestellten in der Flüchtlingsunterkunft Basepohl schon mal Job-Angebote mitgebracht, weil sich abzeichnete, das der Personalbedarf sinken wird.

"Die Unterbringung wird weiter eine Rolle spielen", hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Ende Juli bei einem Besuch in Stavenhagen nur gesagt. Wie sein Ministerium am Mittwoch mitteilte, hat das Kabinett am Dienstag nun beschlossen, Basepohl auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ab dem 1. Oktober 2016 als Reservestandort zur Unterbringung vorzuhalten. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) übernehme zu diesem Zeitpunkt die Aufgaben der Liegenschaftsverwaltung einschließlich Bewachung. Der Standort Fünfeichen bei Neubrandenburg dagegen werde nach Auslaufen des Betreibervertrages zum 31.Dezember 2016 an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben.

Hintergrund sind die weiter zurückgehenden Flüchtlingszahlen. Zusammen mit der Erstaufnahmeeinrichtung in Nostorf-Horst und einer Außenstelle dieser Erstaufnahmeeinrichtung in Stern-Buchholz hält das Land bisher insgesamt ca. 3.300 Unterbringungsplätze vor, hieß es weiter. Mit Stand 15. August seien in diesen vier Standorten insgesamt 660 Personen untergebracht. Ein erneuter Anstieg der Asylbewerberzahlen zeichne sich derzeit nicht ab, man wolle für den Notfall aber gerüstet sein - mit den Kapazitäten in Basepohl.