Investoren stehen bereit:

Baupläne bedrohen Malchins letzten öffentlichen Bolzplatz

Gerade war im Sommer mit einem kleinen Fest auf dem Gelände an den Bolzplatz an der Blumenschule erinnert worden. Junge Leute hofften vergeblich auf Unterstützung der Stadt für eine Wiederbelebung. Nun scheint plötzlich klar, warum.

Der Sportplatz ist viele Jahre nach dem Abriss der Malchiner Blumenschule immer noch in einem erstaunlich guten Zustand.
Torsten Bengelsdorf Der Sportplatz ist viele Jahre nach dem Abriss der Malchiner Blumenschule immer noch in einem erstaunlich guten Zustand.

Der rote Tartan-Belag ist schon etwas verblichen, doch die Laufbahnen sind noch gut in Schuss und auch die Fußball-Tore stehen noch: Die 1994 angelegte Sportstätte ist alles, was von der ehemaligen Blumenschule übrig geblieben ist. Erst vor ein paar Wochen hatte eine Gruppe junger Leute mit einem Sport- und Kinderfest auf den vergessenen, aber immer noch nutzbaren Bolzplatz aufmerksam gemacht. Die Stadt habe nicht einen einzigen öffentlichen Sportplatz und hier liegt einer brach, hieß es dazu. Mit dem Fest sollte der Platz wieder mehr ins Bewusstsein rücken.

Die Stadt hielt sich mit einer Unterstützung allerdings zurück. Nun wird auch klar, warum: „Es gibt eine Interessengruppe, die das Areal bebauen will“, gab Bürgermeister Axel Müller (CDU) jetzt im Zusammenhang mit dem neuen Spielplatzkonzept bekannt. Das würde dann bedeuten, das auch der Sportplatz der Blumenschule nach 22 Jahren verschwinden müsste.

Baurecht gibt es anstelle der Blumenschule schon seit einigen Jahren. Malchins Stadtvertreter hatten im Jahr 2002 die Aufstellung eines B-Plans beschlossen, der den gesamten Bereich um die Blumenstraße herum als allgemeines Wohngebiet ausweist. Allerdings war die Entscheidung umstritten – auch wegen des damals noch relativ neuen Sportplatzes.

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