Immer wieder übervolle Tonnen:

Bei so viel Müll muss etwas faul sein

Im Teterower Wohngebiet Ost gibt es offenbar mehr Müll als pro Person vorgesehen ist. Der Landkreis Rostock will dem Problem von überquellenden Containern auf den Grund gehen. Doch ob sich danach etwas ändert, ist noch unklar.

Ein Müllplatz an der Straße der Freundschaft in Teterow. Hier quellen die Tonnen am Anfang der Woche meist über.
Eckhard Kruse Ein Müllplatz an der Straße der Freundschaft in Teterow. Hier quellen die Tonnen am Anfang der Woche meist über.

Sind hier etwa nicht alle Wohnungen ordnungsgemäß an die Müllentsorgung angeschlossen? Der Landkreis Rostock hegt diesen Verdacht, wenn er auf das Teterower Wohngebiet Ost schaut. Dort quellen nämlich regelmäßig ab Montag die Müllcontainer über. Spätestens ab Dienstag sind die Tonnen übervoll. Anwohner stellen weiteren Restmüll daneben. Die Müllabfuhr lässt den restlichen Unrat am Mittwoch neben den Tonnen stehen. So geht das schon lange.

Klaus Krolikowski hat davon die Nase voll. Der Anwohner mag den Anblick nicht mehr ertragen, der sich für Bewohner der Scheeßeler Straße, der Straße der Freundschaft und auch der Bad Segeberger Straße immer wieder bietet. Das Wohngebiet leide sehr unter dem Müllproblem, sagt er. Für Klaus Krolikowski ist es ein Teufelskreis. Der Müll bleibt stehen. "Ein Anwohner erbarmt sich dann immer und wirft den Restmüll in die geleerten Tonnen." Das bedeutet, die Tonnen sind erneut früher voll.

„Bei dem abgelagerten Müll handelt es sich um illegalen Abfall, der durch Veolia nicht mitgenommen werden darf“, heißt es dazu vom Landkreis Rostock. Die Behörde hegt nun den Verdacht, dass ein Grundstück nicht ordnungsgemäß an die Entsorgung angeschlossen ist, und wird nun prüfen lassen, ob ein Verstoß vorliegt und ob noch mehr Container oder weniger grüne Tonnen aufgestellt werden müssten.Doch dass die Grundstücke nicht in die Entsorgungskette aufgenommen sind, ist ziemlich unwahrscheinlich. Schließlich handelt es sich um Häuser der städtischen Wohnungsgesellschaft und der Wohnungsbaugenossenschaft.

Angst vor Ungeziefer wächst

Wieso es immer so viel Müll gibt, kann die Wohnungsgesellschaft nur vermuten. Möglicherweise würden fremde Personen Müll über den Zaun werfen. Vielleicht gebe es auch unvernünftige Mieter, die ihren Biomüll mit in die allgemeine Mülltonne werfen. Anwohner Dieter Priepke hat auch beobachtet, wie Abfälle aus Gärten in die Behälter geworfen werden. Sperrmüll lande an dem Platz. Er befürchtet, dass man so Ungeziefer anziehe. Und tatsächlich hat er vor anderthalb Wochen mal wieder zwei Ratten am Müllplatz der Wohnungsbaugenossenschaft wegflitzen sehen.

Thomas Börger, hauptamtlicher Vorstand der Wohnungsgenossenschaft, kennt auch die genaue Ursache nicht. Er sieht auch kein so großes Problem. Volle Tonnen gebe es nur, weil sie mal Dienstag und mal Mittwoch entleert werden. Dennoch bittet er die Mieter, den Müll strikt zu trennen. Dann dürfte der Platz ausreichen. Mehr könne man kaum tun. „Wir können die Müllplätze ja nicht überwachen.“

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