Neuer Veranstalter:

Bergring-Geschäfte mit Fragezeichen

Kaum hat der Verein eine Entscheidung getroffen, hagelt es Kritik und viele, viele Fragen. Denn der künftige Veranstalter des Bergring-Rennens hat sich bisher schwer getan mit größeren Events. Und dann gibt es da noch einige Ungereimtheiten bei der Vergabe des Auftrags.

Der Club um den Vorsotzenden Adolf Schlaak will sich aus der Organsiation des Bergring-Rennens zurückziehen. Dafür übernimmt nun die Firma, in der Schlaaks Frau arbeitet.
Simone Pagenkopf Der Club um den Vorsotzenden Adolf Schlaak will sich aus der Organsiation des Bergring-Rennens zurückziehen. Dafür übernimmt nun die Firma, in der Schlaaks Frau arbeitet.

Zu Pfingsten soll es wieder rundgehen auf dem Bergring. das 95. Rennen steht an. Nur will sich der dazugehörige Club aus der Organsiation zurückziehen. Stattdessen soll es ein Unternehmen richten. Skeptiker fragen, ob die EVA Veranstaltungs- udn Evenet GmbH diese Aufgabe wirklich stemmen kann. Bislang war ihr Geschäftsfeld vornehmlich die Gastronomie. Vereinzelte Events in ihrer Regie waren im Vergleich zum Bergringrennen eher kleine Nummern. Die Übernahme des Imbisslokals an der erst letztes Jahr neu gestalteten Badestelle am Teterower See verlief nicht sonderlich glücklich. Und auch das Inselfest Ende August war nicht der große Wurf. Die Besucherzahl blieb weit unter den Erwartungen.

Familiäre Bande und eine fragwürdige Vergabe

Nicht gerade ein Empfehlungsbonus als Veranstalter für ein Sportevent, das auf 20000 und mehr Besucher abzielt. Bezeichnenderweise hatten acht andere Firmen der Region der Offerte des Motorsportclubs eine Absage erteilt. Darunter solch wirtschaftliche Schwergewichte wie JCB Baumaschinenhandel Sternberg, der Landmaschinenhandel Seemann Groß Wokern und die Stadtwerke Teterow. Sie alle sind seit Jahren Sponsoren des Clubs, doch als Sportveranstalter ebenso blutige Laien wie die EVA.

Nun also obliegt es Sabine Rietenbach und ihren Mitarbeiterinnen, wozu auch die Ehefrau von Clubchef Adolf Schlaak zählt, den Bergring kommerziell in der Erfolgsspur zu halten. Eine große Herausforderung, wenn man erinnert, dass vor zwei Jahren nur eine Spende der Ostseesparkasse in Höhe von 30000 Euro den MC vor einen finanziellen Fiasko bewahrte. Damals hatte eine Steuernachforderung die Teterower in arge Bedrängnis gebracht.

Chefin schweigt lieber zum Konzept

Mit der Einschaltung der GmbH in das Sportgeschäft sollen derartige Fallstricke künftig vermieden werden. Wie das neue Geschäftsmodell allerdings funktionieren soll, dazu will Sabine Rietenbach sich derzeit  nicht öffentlich äußern. "Es gibt zu viele Dinge, die noch zu klären sind", verweist sie auf die anstehenden Vertragsverhandlungen.

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