Wasserheizung im Peenebad:

Beschlossene Sache: Badewasser kommt aufs Dach

Nun ist es entschieden: Malchin leistet sich tatsächlich eine Wasserheizung im Peenebad. Und nicht nur das: Damit es nachts nicht gleich wieder auskühlt, soll das Schwimmerbecken auch noch eine teure Abdeckung bekommen. Dafür kann sich aber nicht jeder Stadtvertreter erwärmen.

Das Malchiner Peenebad will bei den Wassertemperaturen dem beheizten Waldbad in Stavenhagen künftig das Wasser reichen.
Carsten Büttner Das Malchiner Peenebad will bei den Wassertemperaturen dem beheizten Waldbad in Stavenhagen künftig das Wasser reichen.

Es war ein Wechselbad der Gefühle, das Holger Andrys am Mittwochabend auf der Zuschauerbank im Malchiner Rathaus-Saal erlebte. Der Chef des Malchiner Peenebades verfolgte so angespannt wie kein Zweiter die Debatte der Stadtvertreter. Endlich sollte nun die Entscheidung fallen, ob das Badewasser im Malchiner Peenebad denn nun etwas angeheizt werden kann oder nicht. Gleich zu Beginn stellte Sabine Badendiek (Die Linke) den Antrag, auf die vorgesehene Abdeckung des Schwimmbades, die das nächtliche Abkühlen des Badewassers verhindern soll, doch zu verzichten. Diese Abdeckung würde immerhin noch einmal mit mehreren Zehntausend Euro zu Buche schlagen. Zu teuer, wie die Stadtvertreterin befand.

Doch die Mehrheit sah das anders und bretterte den Linken-Vorschlag ab. Lothar Soldwisch (CDU) ist das ganze Vorhaben allerdings doch noch „zu schwammig“, wie er sagte.  Ist denn das wirklich sicher, dass für die Badewasser-Heizung auch Fördergelder fließen? wollte er wissen. Der Antrag bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) sei gestellt, antwortete Stadträtin Manuela Rißer. Doch ob sich die Gruppe tatsächlich für das Malchiner Peenebad erwärmen kann, das ist noch völlig offen. Dennoch stimmten am Ende 14 Stadtvertreter für eine Heizung des Peenebades, vier waren dagegen, einer enthielt sich der Stimme.

Kommt das Geld auch wirklich?

Und so könnte das Badewasser nun um ein paar Grad wärmer werden: In diesem Jahr soll die Planung für die Heizung in Auftrag und umgesetzt werden. Im nächsten Jahr würden dann sogenannte Absorber-Platten auf den Dächern von Schwimmbad-, Pumpen und dem neuen Stadiongebäude installiert werden. Hier hinauf wird dann das Badewasser gepumpt, das durch die Sonneneinstrahlung erwärmt wird und dann zurück in die Badewanne fließt. Wenn dieser Plan aufgeht, soll dann im Jahr 2017 auch noch die Beckenabdeckung hinzu kommen, damit das Wasser nicht so schnell wieder abkühlt.

Holger Andrys jedenfalls ging am Mittwochabend zufrieden nach Hause. Die Badewasser-Heizung hatte eine wichtige Hürde genommen. Jetzt kann die Sache nur noch am Geld scheitern.

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