Frust unter Gnoiener Geschäftsleuten:

Bitter: Baustelle vor der Ladentür verjagt Kunden

Gnoiener Geschäftsleute in der Friedensstraße haben Angst. Und zwar vor einem Schneewinter. Dann würden sich die Probleme mit der Baustelle vor ihren Haustüren unerträglich zuspitzen.

Norbert Thürkow spürt es schon in der Ladenkasse, dass es für seine Kunden beschwerlich ist, über die Baustelle vorm Haus das Geschäft zu erreichen.
Eberhard Rogmann Norbert Thürkow spürt es schon in der Ladenkasse, dass es für seine Kunden beschwerlich ist, über die Baustelle vorm Haus das Geschäft zu erreichen.

Norbert Thürkow hat Glück. Sein Papier- und Schreibwarengeschäft liegt am Anfang der Baustelle. Es ist noch einigermaßen gut erreichbar. Hier muss sich niemand über aufgerissene Gehsteige und Hoppelpflaster zwängen wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dennoch spürt der Geschäftsmann, dass weniger Kunden als sonst den Laden aufsuchen.

Gerade im Advent hat er eigentlich Hochkonjunktur. Die Leute kaufen Glückwunschkarten, Geschenkpapier, Bastelmaterial ... So auch Helga Maeting. Sie hält mit ihrem Unmut über Bauarbeiten nicht hinterm Berg. „Ich hab‘ von Anfang an nicht dran geglaubt, dass die Arbeiten bis Ende November fertig werden. Was ich nicht verstehe, ist, dass hier nicht durchgezogen wird und man wenigsten am Sonnabend arbeitet. Wenn man in Terminverzug geraten ist, müsste man doch angesichts des Winters alles daransetzen, die verlorene Zeit aufzuholen.“ Auf den Nägeln brennt ihr noch ein weiterer Umstand. Man sollte die Baufirmen verpflichten, nach Feierabend die Straße zu reinigen, appelliert die Gnoienerin. „Hier liegen Steine rum und wenn ein Auto darüber rollt, kann‘s passieren, dass sie wegfliegen. Zweimal hat es schon Scheiben zertrümmert. Ich darf gar nicht daran denken, dass jemand so ein Geschoss an den Kopf bekommt.“

Ganz so gefährlich ist es auf der Rathausseite der Straße nicht, dafür aber umso hinderlicher. Hier ist das Gehwegpflaster aufgenommen worden, die Passanten stapfen durch den losen Sand. Mit einem Rollator, wie ihn viele ältere Gnoiener nutzen, ist hier gar kein Durchkommen.

Apothekerin Annette Milkereit erträgt die nun schon Monate währenden Umständen mit stoischer Gelassenheit: „Die Kunden haben sich mittlerweile darauf eingestellt. Gerade die vom Land kommen ein, zwei Mal in der Woche und versorgen sich dann kompakt mit allem, was sie brauchen.“

Was die Geschäftsleute jetzt am meisten fürchten, ist plötzlich einsetzender Schneefall. "Wohin sollten wir dann mit dem Schnee vorm Haus?“, fragt ein Geschäftsmann.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung