Betrunkener löst Großeinsatz aus:

Bombendrohung gegen Güstrower Klinik

Über den Notruf des Polizeipräsidiums Rostock ging am Montag eine Bombendrohung gegen das KMG-Klinikum in Güstrow. Doch die Polizei kam dem Anrufer jedoch schnell auf die Spur.

Sofort nachdem die Drohung eingegangen war, sperrte die Polizei den Zugang zum Klinikum in Güstrow.
Stefan Tretropp Sofort nachdem die Drohung eingegangen war, sperrte die Polizei den Zugang zum Klinikum in Güstrow.

Große Aufregung im und um das KMG-Klinikum in Güstrow. Am Montagnachmittag gegen 14 Uhr rief ein 54-jähriger Mann bei der Polizei an und teilte mit, dass er drei Bomben im Krankenhaus deponiert habe. Er kündigte zudem deren Explosionen für einen bestimmten Zeitpunkt an. Die Polizei setzte sofort alle Hebel in Bewegung, Beamte eilten zum Klinikum und sperrten den Eingang ab. "Das Gebäude wurde nicht evakuiert, nur der Zulauf wurde unterbunden", teilte Polizeisprecher Gert Frahm auf Nachfrage mit.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Anrufer hörbar alkoholisiert war. Innerhalb kurzer Zeit fand die Polizei den Ausgangspunkt des Telefonats in der Güstrower Innenstadt. Der in seiner Wohnung angetroffene 54-Jährige räumte dann auch ein, das besagte Telefonat geführt zu haben. "Er wollte sich bei der Polizei bewerben, der Rest wäre Spaß gewesen, äußerte der mit 1,8 Promille erheblich alkoholisierte Mann", sagte Frahm weiter.

Ein vermeintlicher Spaß, der nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten mit bis zu drei Jahren Gefängnisstrafe oder mit Geldstrafe geahndet wird. Im Falle des 54-Jährigen übrigens nicht zum ersten Mal. Er ist bereits wegen eines gleichen Deliktes bekannt. Etwa eine Stunde nach dem Anruf konnte im Krankenhaus Entwarnung gegeben werden.