Alte Plakette:

Bootskran beim Tüv durchgefallen?

Ein Prüfsiegel an dem Drehkran verheißt nichts Gutes. Doch das Rathaus hat dafür eine Erklärung.

Laut Prüfplakette hätte der Kran im Mai kontrolliert werden müssen.
Torsten Bengelsdorf Laut Prüfplakette hätte der Kran im Mai kontrolliert werden müssen.

Malchins Segler gehen ohnehin lieber auf Nummer Sicher und bestellen sich einen eigenen Drehkran, um ihre Boote im Frühjahr in den Peenekanal zu setzen und im Herbst wieder herauszuholen. Der Bootshebekran auf „Koesters Eck“ ist für die meisten der dicken Yachten einfach zu klein. Und nun auch noch das: Laut Prüfplakette ist der Säulendrehkran im Malchiner Tourismushafen gar nicht mehr zugelassen. Schon im Mai hätte laut Aufkleber der Kran kontrolliert werden müssen. Ist das in der Stadtverwaltung wirklich niemandem aufgefallen?

Die überraschende Antwort aus dem Rathaus: Es entziehe sich seiner Kenntnis, warum die aktuelle Prüfplakette nicht mehr vorhanden ist, erklärt Hafenmeister Reinhard Dorn. Wie jedes Jahr sei der Säulendrehkran auch diesmal wieder geprüft worden. „Der Prüfvermerk ,i.O.‘ für das Jahr 2016 wurde am 22. April durch einen zugelassenen Prüfingenieur – wie schon alle Jahre zuvor – erteilt und attestiert dem Kran volle Funktionstüchtigkeit für ein weiteres Jahr“, sagt Dorn. Der entsprechende Nachweis liege bei ihm.

Ob sich nun Freizeitskipper in den vergangenen Monaten von der veralteten Prüfplakette abschrecken ließen, hat niemand registriert. Am Mittwochnachmittag hing jedenfalls wieder einmal ein Boot in den Riemen des Krans, um dann ins Winterquartier abtransportiert zu werden.