Bürgermeister bittet um Spenden:

Brandstiftung vermutet - Vier Opfer noch in Klinik

Die Aufräumarbeiten nach dem Brand haben begonnen. Die Wohnungen werden aber frühestens in zwei Wochen wieder bewohnbar sein. Indes geht die Polizei dem Verdacht einer Brandstiftung nach.

Das Krisenteam der Wohnungsgesellschaft mit Stadtrat Uwe Rethmeyer (links) und Lars Abrutat, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Teterow, vor der Brandstätte.
Eberhard Rogmann Das Krisenteam der Wohnungsgesellschaft mit Stadtrat Uwe Rethmeyer (links) und Lars Abrutat, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Teterow, vor der Brandstätte.

Viel hat das Feuer nicht übrig gelassen, sagt Lars Abrutat. Er blickt auf die schwarze Brühe, auf der Flocken von Ruß schwimmen. Aber die Experten von der Kripo haben einen anderen Blick dafür“, sagt der Vize-Chef des Teterower Polizeireviers. Nach einer ersten Inspektion kann die Ursache des verheerenden Feuers vom Neujahrstag im Keller der Heinrich-Heine-Straße 16 noch nicht definitiv benannt werden.

So einiges deute allerdings auf Brandstiftung. „Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden“, informierte Lars Abrutat am Donnerstagabend. Während die Polizei noch in den Untersuchungen steckt, ist die Wohnungsverwaltung damit beschäftigt, die durch den Brand Geschädigten zu erfassen. „Es gibt zwar die Mietverträge von 24 Parteien, aber daraus geht nicht hervor, wie viele Menschen in der jeweiligen Wohnung lebten. Wir wissen zwar, dass in der Nacht 32 Personen durch die Feuerwehr gerettet wurden, aber darunter waren etliche Besucher zu Silvesterfeiern“, sagt Stadtrat Uwe Rethmeyer.

Ohne Obdach indes sei niemand. Nach ihrer Rettung waren die Frauen. Kinder und Männer zunächst ins Krankenhaus gebracht worden. „Das waren über 30 Personen, die in kurzer Zeit hier ankamen. Die konnten natürlich nicht alle auf einmal untersucht werden. Deshalb haben wir spontan in der Cafeteria eine Aufnahme eingerichtet“, schildert Pflegedienstleiterin Jana Wedow die Situation. Um die hier Gestrandeten kümmerte sich neben den Nachtschwestern Rolf Ramp. Der Kraftfahrer kochte für sie Kaffee und Tee. Später fuhr er sie zu ihren Notunterkünften. Andere fanden bei Verwandten oder Kollegen Unterkunft. Vier stationär Aufgenommene besuchte Bürgermeister Reinhard Dettmann am Donnerstag. Alle sind außer Gefahr. Dettmann appelliert um Spenden für die Betroffenen. Betten und Bettwäsche, Handtücher, Bekleidung für Kinder und Erwachsene werden gebraucht. Die Spenden können im Krankenhaus oder bei der Wohnungsgesellschaft abgegeben werden.