Es kommt dicke für die Darguner:

Brücken- und Straßenbauer legen Verkehr lahm

Eine Umleitung über Altkalen werden wohl die wenigsten Darguner akzeptieren. Also sind andere Schleichwege gefragt. Doch erst einmal müssen die Bauleute dem Storch den Vorrang lassen.

Über diese Brücke am Mühlenweg dürfen nur Pkw und Busse fahren.
Gerald Gräfe Über diese Brücke am Mühlenweg dürfen nur Pkw und Busse fahren.

Das soll nicht noch einmal passieren, hat sich Darguns Vize-Bürgermeisterin Roswitha Trost vorgenommen. Und sie meint damit das Storchenpaar, das Dargun im vergangenen Jahr richtig viel Ärger gebracht hatte. Erstmals nach Jahren hatte Meister Adebar das alte Nest im Schlosspark wieder angenommen. Doch genau darunter wurde am neuen Auslauf des Klostersees gebaut. Und so sorgte der Storch erst einmal für einen Baustopp. Das wird sich 2015 nicht wiederholen, ist sich Roswitha Trost sicher.

Baubeginn der neuen Brücke im Juni

„Es ist zu vermuten, dass die Störche wiederkommen.“ Aber rund um den Horst soll nun erst gewerkelt werden, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist. Dann bleiben trotz Baulärms die Vögel sitzen. So jedenfalls haben es die Experten der Vize-Bürgermeisterin erklärt. Da trifft es sich gut, dass erst im Juni mit dem Bau der neuen Brücke am Klosterdamm begonnen werden soll. Denn dann „klappert“ bereits der Storchen-Nachwuchs von oben herab.

Klosterdamm komplett gesperrt

Aber dann kommt es für die Darguner auch erst recht ganz dicke: Der Klosterdamm wird komplett gesperrt, der Lkw-Verkehr über Altkalen umgeleitet. Und das gleich für mehrere Monate. Pkw und Busse dürfen die Baustelle über die Dorfstraße von Altbauhof und den Mühlenweg umfahren. Doch die beiden, mit Naturstein gepflasterten Wege sind nicht komplett zweispurig ausgebaut. Wie soll dann aber die Vorfahrt geregelt werden? Mit rotem Pfeil oder gar per Ampel? „Das steht noch nicht fest“, so Roswitha Trost. Sie weiß allerdings, dass diese „kleine Umleitung“ gerade den Bewohnern Altbauhofs viel abverlangen wird. Und ob sich alle Lkw-Fahrer an das Durchfahrtsverbot halten, daran zweifelt die Frau. Die Fahrer werden „Schleichwege“ suchen und finden. Mit Blick auf die Verstöße beim Bau der Ortsdurchfahrt bei den Nachbarn in Gnoien hält Roswitha Trost Kontrollen für sehr wichtig.

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