Abschieds-Feierstunde:

Bürgermeister hilft künftig bei Predigten aus

Ganz zur Ruhe setzen will sich Malchins Bürgermeister nach 21 Jahren Amtszeit doch noch nicht. Neben der Seelsorge hat er noch einiges anderes vor.

Malchins scheidender Bürgermeister Jörg Lange hat am Mittwoch das Geheimnis um seine Pläne für den Ruhestand gelüftet.
NK-Archiv Malchins scheidender Bürgermeister Jörg Lange hat am Mittwoch das Geheimnis um seine Pläne für den Ruhestand gelüftet.

Lange Zeit ist gerätselt worden, was Jörg Lange wohl macht, wenn er ab der nächsten Woche kein Malchiner Bürgermeister mehr ist. Am Mittwochnachmittag lüftete der 62-Jährige nun endlich das Geheimnis. Auf der Feierstunde zu seiner offiziellen Verabschiedung gab Lange vor etwa 80 Gästen bekannt, dass er künftig als Hilfsprediger der evangelischen Kirche tätig sein möchte. Laut Teilnehmern der Feierstunde habe er sich dazu entschieden, weil es häufig zu wenig Seelsorge für Leute gebe, die Hilfe benötigen.

Außerdem hat Lange vor, einen Patenschaftsverein zu gründen, um die Verbindungen der Stadt Malchin mit den Partnerstädten enger zu knüpfen. Dem Bürgermeister lag in seiner Amtszeit vor allem die Verbindung zum ungarischen Szerencs am Herzen. Seit dem Jahr 2009 ist auch Hesperingen in Luxemburg Partnerstadt von Malchin. Doch auch nach Norwegen schaut Malchins künftiger Ex-Bürgermeister. Weil hier sein Sohn lebt, wolle er die Sprache des skandinavischen Landes lernen, kündigte er in der Feierstunde an.

Jörg Lange hatte vor einem Jahr bekannt gegeben, nicht noch einmal für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen. Seine Amtszeit endet damit nach genau 21 Jahren am 31. Oktober. Am Montag tritt dann sein Nachfolger Axel Müller sein Amt an. Der Warener hatte die Bürgermeisterwahl im Mai gegen drei Malchiner Stadtvertreter bereits im ersten Wahlgang haushoch gewonnen.