Nach Partei-Rauswurf:

Bürgermeister schuldet FDP 19 Monatsbeiträge

Der Rückzug scheint für Malchins Noch-Bürgermeister Jörg Lange ein steinigerer Weg zu werden, als die Jahrzehnte in der Kommunalpolitik davor. Mit seiner Ex-Partei hatte er aber wohl schon lange vor dem Rauswurf abgeschlossen.

Malchins scheidender Bürgermeister Jörg Lange räumte am Montag doch noch ein, seiner Ex-Partei so einige Euro zu schulden.
NK-Archiv Malchins scheidender Bürgermeister Jörg Lange räumte am Montag doch noch ein, seiner Ex-Partei so einige Euro zu schulden.

Der Vorwurf war also doch berechtigt: Malchins Noch-Bürgermeister Jörg Lange (jetzt parteilos) hat am Montag eingeräumt, dass er bereits seit längerer Zeit keinen Mitgliedsbeitrag mehr bei seiner bisherigen Partei FDP bezahlt hat. „Die letzte Abbuchung war am 2. August 2013“, sagte er. Möglicherweise sei danach durch die Umstellung auf das SEPA-Verfahren keine Abbuchung mehr möglich gewesen.

Lange hatte am Wochenende noch bestritten, dass er der FDP die Mitgliedsbeiträge schuldig geblieben war. Genau das war aber einer der Gründe, warum ihn der Kreisverband aus der Partei ausgeschlossen hat. Vor allem war den Liberalen aber böse aufgestoßen, dass Malchins Bürgermeister im Seenplatten-Kreistag mit der AfD eine Fraktion gebildet hat, während die anderen Liberalen mit der Piratenpartei und dem Windkraft-Aktionsbündnis zusammenarbeiten.

Gegen seinen Partei-Ausschluss wolle er sich nicht zur Wehr setzen. „Es tut mir leid um die Partei. Ich hätte ihr gern aus dem Tief geholfen“, so Lange. Die Querelen gehen offenbar aber auch auf ein tiefes Zerwürfnis mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Toralf Schnur zurück, der das Ausschlussverfahren initiiert hatte. Ausgangspunkt der Streitereien seien unterschiedliche Ansichten in der Windkraft-Diskussion gewesen, sagte Lange.

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