Immer noch besser als Schließung:

Bürgernähe trotz Sparzwängen

Die Verwaltung am Malchiner Schratweg wird als einzige Finanzbehörde im Land zu einer Zweigstelle umstrukturiert. Dabei kommt das Finanzministerium dem Wunsch der Beschäftigten nach: Die wollten unbedingt nach Waren.

Dass der Kelch diesmal an Malchin vorübergehen würde, damit konnte man wohl eher nicht rechnen. Schon lange wurde spekuliert, was aus dem Malchiner Finanzamt wohl wird, wenn es in einem Großkreis Mecklenburgische Seenplatte gleich drei Finanzverwaltungen gibt. Nun soll die Malchiner Behörde als einzige im Land zu einer Außenstelle degradiert werden. Das ist immerhin noch besser als eine Schließung und zeigt, dass man trotz Sparzwängen offenbar dennoch in der Fläche präsent und auch bürgernah bleiben kann.

Sicher, anders als bei den Amtsgerichten hat das Land den Strukturwandel bei den Finanzämtern schon früher umgesetzt. Immerhin ist es noch nicht all zu lange her, dass es einmal 16 Finanzverwaltungen im Land gab. Dennoch scheint es möglich zu sein, bei einer intelligenten Aufteilung der Aufgaben und einer engen Kooperation zwischen den Ämtern möglichst mit vielen Standorten immer noch effektiv zu arbeiten.

Den meisten Steuerzahlern mag es ja ziemlich egal sein, wo sich ihr Finanzamt befindet, für einige kann es vielleicht gar nicht weit genug weg sein. Für die Stadt Malchin hat die Behörde aber eine enorme Bedeutung. Das Finanzamt ist ein wichtiger Arbeitgeber und bestimmt mit seinen Beschäftigten auch die soziale Struktur der Region ganz wesentlich mit.