Hier kann man lange warten:

Bushäuschen steht auf der falschen Seite

Die Einwohner von dem kleinen Ort Klenz stehen nicht nur im Regen, wenn sie auf den Bus warten. Nein, sie haben auch noch ganz andere Sorgen.

Die Klenzer freuen sich zwar über ein schickes Wartehäuschen, aber es hat einen „Fehler: Es steht auf der falschen Seite.
Eberhard Rogmann Die Klenzer freuen sich zwar über ein schickes Wartehäuschen, aber es hat einen „Fehler: Es steht auf der falschen Seite.

Wer mit dem Linienbus nach Klenz kommt, findet dort an der Haltestelle ein schmuckes Wartehäuschen. Massiv gemauert steht der Unterstand gleich am Dorfeingang, wo die Straßen aus Jördenstorf und Gehmendorf sich treffen. Wer hier ankommt, braucht das Wartehäuschen indes nicht.

Für all jene aber, die in Klenz auf den Bus warten, befindet sich die Haltestelle einige Dutzend Meter entfernt auf der anderen Straßenseite an der Ackerkante. Da steht man im wahrsten Sinn des Wortes im Regen, denn einen Unterstand gibt es dort nicht. „Die Kinder mussten da sogar durch den Modder stapfen, bis wir endlich einen Abfluss legen konnten“, beschreibt Detlef Nickel die unbefriedigende Situation. Das Wartehaus stehe leider auf der falschen Straßenseite, kritisiert der Gemeindevertreter aus dem Ortsteil Klenz.

Doch seine Hauptsorge ist das nicht. Viel wichtiger ist ihm die Instandsetzung der Kreisstraße 49, die Klenz mit Jördenstorf verbindet. Das Pflaster aus behauenen Steinen ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Schwere Fahrzeuge haben hier im Laufe der Zeit Dellen hinterlassen, dass die Fahrt im Pkw anmutet wie eine Bootsfahrt auf bewegter See. Seit Jahren kämpft Detlef Nickel, seinerzeit sogar als Kreistagsabgeordneter, dafür, dass hier Abhilfe geschaffen wird.

Lediglich innerorts von Jördenstorf stehen die Zeichen auf Verbesserung des misslichen Zustands. Hier spielt den Jördenstorfern die Absicht des Zweckverbands Wasser/Abwasser Mecklenburgische Schweiz in die Hände, die Kanalisation in der Klenzer Straße zu erneuern. „Das ist beschlossene Sache“, so der Gemeindevertreter.

Im Nachgang wird nicht nur die Straße eine neue Fahrbahn erhalten. Ausgebaut werden in diesem Zuge auch die Gehwege. Angedacht sei überdies, die Einmündung der Kreisstraße auf die Landesstraße zu verändern. Die Baumaßnahme steht für das kommende Jahr im Plan.

 

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