Vertrauens-Bruch?:

Chef vom Gewerbeverein tritt zurück

Wilfried Böhme fühlt sich hintergangen und ist stinksauer. Interne Informationen waren aus der Mitgliederversammlung des Handels- und Gewerbevereins nach außen getragen worden. Das Finanzamt hatte nämlich die Gemeinnützigkeit des Vereins angezweifelt.

Wilfried Böhme hat genug. Er tritt als Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Stavenhagen zurück.
Eckhard Kruse Wilfried Böhme hat genug. Er tritt als Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Stavenhagen zurück.

Der Vorsitzende des Stavenhagener Handels- und Gewerbevereins, Wilfried Böhme, ist von seinem Posten zurückgetreten. "Ich fühle mich von den eigenen Mitglieder verraten und verkauft, das Vertrauen in die eigenen Leute ist zerstört", erklärte er. Interna aus einer Mitgliederversammlung waren in die Öffentlichkeit hinausgetragen worden. Dabei handelt es sich um ein Schreiben des Finanzamtes Waren, in dem es heißt, dass die Gemeinnützigkeit des Vereins aberkannt werde, wenn die Satzung nicht nachgebessert werde. "Gegen dieses Schreiben war Widerspruch möglich, ebenso ein persönliches Gespräch mit der zuständigen Sachbearbeiterin", so Böhme. Es handle sich um ein schwebendes Verfahren. Bis zu einer Entscheidung sei der Verein weiter als gemeinnützig zu behandeln. Doch das will die Stadt im Hinblick auf das bevorstehende Frühlingsfest offenbar nicht mehr. Über einen "Maulwurf" des Vereins hatte man im Rathaus von dem Schreiben des Finanzamtes vermutlich erfahren. In einem Brief des Hauptamtes werde der Verein nun als Wirtschaftsunternehmen dargestellt. Für das Fest werden Gebühren verlangt. "Dass der Verein das Kinder-Familien-Frühlingsfest als ausschließlich gewerbliche Veranstaltung durchführt mit dem Ziel, Gewinn zu erwirtschaften, entbehrt jeglicher Grundlage", so Böhme.

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