Straßenbau total:

Dargun macht ab Mai dicht

Nach Neukalen bekommt nun auch bald die Nachbarstadt Dargun Besuch von den Straßenbauern. Die Straße am Klostersee soll saniert und dafür voll gesperrt werden. Innerörtliche Umleitung? Fehlanzeige. Doch wie entkommen dann die Autofahrer der Baustelle?

Die Brücke über das Wehr an der Darguner Obermühle ist bereits seit Jahren auf eine Fahrbahn eingeengt. Ab Mai soll mit der Überführung auch gleich der gesamte Klosterdamm saniert werden.
NK-Bildmontage mit Foto Gerald Gräfe Die Brücke über das Wehr an der Darguner Obermühle ist bereits seit Jahren auf eine Fahrbahn eingeengt. Ab Mai soll mit der Überführung auch gleich der gesamte Klosterdamm saniert werden.

Auf der Neukalener Ortsdurchfahrt gilt seit dieser Woche  bereits wieder der Ausnahmezustand. Und die Straßenbauarbeiten werden noch bis Mitte des Jahres dauern. Auf der gleichen Landesstraße, ein paar Kilometer weiter nördlich, zeichnet sich jetzt die nächste Großbaustelle ab. Diesmal sogar mit Vollsperrung. In Dargun wird der Klosterdamm zwischen der alten Obermühle und dem Abzweig zum Strandbad dicht gemacht. Voraussichtlich ab Mai und für mindestens ein halbes Jahr, wie das Straßenbauamt ankündigt.

Hauptgrund für die Baustelle: Die Stadt lässt derzeit den Wasserabfluss aus dem Klostersee neu regulieren. Der ambitionierte 1,3-Millionen-Euro-Kanal soll den Hochwasserschutz der Klosterstadt verbessern und gilt mit Fischtreppe und Teichrenaturierung zugleich als ökologisches Vorzeigeprojekt. Doch jetzt gibt es ein Problem: Damit der schmucke Seeauslauf geöffnet werden kann, muss erst eine neue Brücke über das Wehr an der Obermühle gebaut werden.

Einheimische werden Schleichweg nutzen

Geplant ist die seit Jahren schon, die Straße verengt, damit das verrottete Bauwerk überhaupt noch hält. In dem Zuge soll die Uferstraße über den Klosterdamm zwischen dem altem und dem neuem Seeauslauf saniert werden. „Den Damm selbst fassen wir nicht an, der steht stabil. Der Bau-Umfang ist auch so groß genug, ohne Vollsperrung geht das leider nicht“, sagt Ronald Normann, Chef des bisherigen Straßenbauamtes Güstrow. Seit Jahresbeginn ist die Behörde eigentlich für die Autobahnen zuständig. Doch Normann hat noch die Planungen für das Darguner Projekt vorangetrieben, es war eine seiner letzten Baustellen.

Eine örtliche Umleitung wird das Straßenbauamt nach derzeitiger Auskunft nicht anbieten. Offiziell soll der Fernverkehr Dargun über Neu- und Altkalen umfahren. Einheimische werden den kopfsteingepflasterten Damm vom Ortsteil Altbauhof hinter der Kloster- und Schlossanlage den Mühlenweg entlang nutzen, und dieser Schleichweg dürfte sich auch außerorts schnell herumsprechen. Die Busse sollen diese Strecke als ortsnahe Baustellen-Umleitung offiziell befahren dürfen. Warum dann nicht gleich alle?

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