Ärger um Katzen:

Das Amt kennt keine Tierliebe

Ein Schwabendorfer fühlt sich von den Behörden allein gelassen. Eine Katze mit fünf Jungen war ihm zugelaufen. Jetzt sind die Kätzinnen fast geschlechtsreif. Die Tiere sterlisieren zu lassen, dafür fehlt dem Rentner das Geld. Doch helfen will ihm offenbar niemand.

Heinz Rabe fühlt sich mit seinem Katzen-Problem von den Behörden im Stich gelassen. Er steht allein da. Die Samtpfoten einfach verhungern lassen, das kann der Tierliebhaber nicht.
Kirsten Gehrke Heinz Rabe fühlt sich mit seinem Katzen-Problem von den Behörden im Stich gelassen. Er steht allein da. Die Samtpfoten einfach verhungern lassen, das kann der Tierliebhaber nicht.

Heinz Rabe bringt es nicht übers Herz, die Katzen nicht zu füttern. Sie verhungern lassen? Das kann er nicht.  "Auch wenn sie dem Gesetz nach nur eine Sache sind, sie sind trotzdem Lebewesen", sagt er traurig.

Fragwürdige Abgabestelle für Fundtiere

Seine Tierliebe fällt ihm jetzt auf die Füße. Von den Behörden fühlt er sich allein gelassen. Angefangen hat alles schon 2013. Da war dem Schwabendorfer eine Katze mit fünf Jungen zugelaufen. Er meldete es dem Ordnungsamt in Malchin. Dort hieß es nur: Die Natur regele es von allein. Nachdem sowohl der Tierschutzverein Malchin als auch der in Altentreptow die Katzen nicht aufnehmen konnten, sollte er die Tiere bei einem Stavenhagener Wachschutzbetreiber abgeben, mit dem das Amt Verträge hat.

Wenn Heinz Rabe daran denkt, läuft ihm es noch heute kalt über den Rücken. "Der hat die kleinen Katzen in einen Karton mit Ölflecken gesteckt, den Deckel zugemacht und sie weggestellt", sagt er. "Wer weiß, wo die abgeblieben sind, ob die nächsten Tag noch da waren."

Amtsleiter will sich nicht äußern

Die selbe Mutterkatze tauchte Mitte September 2014 wieder mit fünf Jungen bei ihm auf."Zu der Firma aber nicht noch einmal", meint er und hoffte auf eine andere Lösung. Inzwischen hat er die Mutterkatze auf eigene Kosten kastrieren lassen. Von seiner kleinen Rente kann er eine Sterilisierung der fünf Jungen aber nicht bezahlen. Das Amt habe abgelehnt, ihm zu helfen. Das Ordnungsamt Malchin scheint es sich da auch einfach zu machen. Leiter Rolf Renner will gegenüber der Presse keine Auskunft geben. Über seinen Pressesprecher Thomas Koch lässt er aber wissen, dass die Behörde grundsätzlich nur "für die Gefahrenabwehr" zuständig ist. Von den Katzen in Schwabendorf gehe keine Gefahr aus. 

Heinz Rabe habe sich der Tiere angenommen. Also seien sie jetzt sein Problem. Der Tierschutzverein Malchin darf die Katzen nicht aufnehmen, weil er keinen Vertrag mit dem Amt hat. Auch fehle das Geld, um bei der Kastration zu helfen. "Wir sind selbst auf Spenden angewiesen", sagt Vorsitzende Regina Schmidt.

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