Jäger im Glück:

Das ist das gigantische Geweih von einem Superhirsch

Reinhard Balck hat schon einiges vor der Flinte gehabt, aber als er dieses Prachtexemplar von Hirsch sah, stockte selbst ihm der Atem. Doch das es überhaupt zu der Begegnung kam, war mehr als nur ein Zufall.

Seltenes Jagdglück: Jäger Reinhard Balck zeigt stolz seine Trophäe eines 22-Enders.
Kirsten Gehrke Seltenes Jagdglück: Jäger Reinhard Balck zeigt stolz seine Trophäe eines 22-Enders.

Eigentlich wollte er gar nicht an diesem Tag Mitte September auf die Jagd gehen. Reinhard Balck saß zu Hause, als Pächter Reinhard Hassemer ihn anrief. In einem Rapsfeld hatte dieser auf seinen Ackerflächen in Faulenrost einen kapitalen Hirsch gesichtet.

Zusammen machten sich dann die beiden Jäger auf die Pirsch. Als er das prächtige Tier sah, raste sein Puls. „Da klopft das Herz und der Puls geht eins zu zehntausend“, beschreibt es der 49-Jährige und seine Augen glänzen noch immer. Zittern darf die Hand in einem solchen Augenblick aber nicht.

Stolz präsentiert er seine Trophäe in der Schau seines Hegeringes „Peenetal“ in Gülzow. Er bekam für das Geweih bereits bei der Landestrophäenschau eine Goldmedaille und 220 Punkte. Das ist schon etwas ganz Besonderes. „Das schießt man nie wieder“, meint Balck und kann es offenbar immer noch nicht glauben, was ihm da gelungen ist.

Es war gerade Erntezeit. Ein Mähdrescher zog in dem Rapsfeld seine Bahnen. Immer wenn die Landmaschine an das Tier näher herankam, stellte sich der Hirsch auf. Dann versteckte er sich wieder. Reinhard Balck gibt zu, dass er eine Sekunde gezögert und überlegt hat, ob er wirklich auf das stattliche Tier schießen soll. „Aber es musste schnell gehen“, sagt er. Und dann drückte er ab. Er erlegte den ungeraden 22-Ender. 240 Kilo war der Rothirsch schwer – ohne Kopf. Geschätzt war er zwölf Jahre alt.

Das riesige Geweih seines 22-Enders wird er wohl über die Couch hängen. Das Fleisch indes landete in der Kühltruhe.

 

Kommentare (3)

Um sich darauf freuen zu können, ein solches Tier zu erlegen, und sich dann sich selbst bewundernd die Trophäe übers Sofa zu hängen, muß man schon reichlich kaputt im Hirn sein. Es ist eine Schande, daß ohne gesundheitliche Notwendigkeit ein derartiges Tier, ja, jedes andere Tier auch, erschossen werden darf. Dem Jäger soll jeder einzelne Bissen vom Hirschfleisch quer im Schlund stecken bleiben.

Gründe, um die Jagd abzulehnen muss man garnicht suchen, die liefert diese trophäengeile Clique von Naturschändern sogar frei Haus. Wie pervers muss man sein, um ein in der Blüte seines Lebens stehendes Tier abzuknallen, um sich das Geweih an die Wand zu hängen. Und wolle wir wetten, dass die sauberen Herren Naturschützer Zeter und Mordio gebrüllt hätten, wenn ein Wolf den Hirsch gerissen hätte. Der Wolf tut das zum einen aber nicht, und zum andren hätte er es dann getan, um sich zu ernähren. Schafft die Jagd endlich ab und treibt die Jäger mit Knüppeln aus dem Wald, dann erholt sich die Natur endlich.

... vor lauter Wut über soviel Dummheit und Egoismus.