Hoffen auf den Aktionsplan:

Den Lärm in die Schranken weisen, aber wie?

Die Belastung ist enorm, der vor allem die Anwohner entlang der Poggestraße in Teterow ausgesetzt sind. Jetzt werden in der Stadt Vorschläge für einen Lärmaktionsplan geprüft.

Es ist einfach nur laut in Teterow. Bei dem Verkehr können Anwohner ihr eigenes Wort kaum verstehen, wenn sie zu Hause das Fenster auf haben.
Simone Pagenkopf Es ist einfach nur laut in Teterow. Bei dem Verkehr können Anwohner ihr eigenes Wort kaum verstehen, wenn sie zu Hause das Fenster auf haben.

Was kann man tun gegen den anhaltenden Lärm, der tagtäglich von der Straße kommt? Es hat in Teterow an die zwei Jahre gedauert, bis endlich Vorschläge für den sogenannten Lärmaktionsplan auf den Tisch kamen (der Nordkurier berichtete). Schon 2012 zog Katja Pliquett vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie die rote Karte. Einem Lärmpegel von über 75 Dezibel seien einige Anwohner in der Teterower Poggestraße ausgesetzt. „Das ist nicht nur eine Belästigung, das ist gesundheitsschädlich“, konstatierte die Frau vom Landesamt.

Die Bundesstraßen 104 und 108 werden in Teterow zum Doppelpack. Einzeln wären sie seinerzeit in die Kartierung gar nicht eingeflossen, die gemäß einer EU-Richtlinie erfolgte. Es ging bei der Erstellung sogenannter Lärmkarten um Hauptverkehrsstraßen mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen sowie Ballungsräume mit Einwohnerzahlen von über 100000. Im Land betrifft das etwa 1400 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie die Stadt Rostock.

Aber auch in Teterow rollt der Verkehr ununterbrochen. Und hat seit der Maut-Pflicht für Lkw auf der Autobahn drastisch zugenommen. Die Brummis weichen auf die Bundesstraße aus. Jetzt wird in der Bergringstadt geprüft, was machbar ist, um den Verkehrslärm zu dämpfen. Die Vorschläge, die dazu Ende vergangener Woche von der UmweltPlan GmbH Stralsund kamen, werden auch mit dem Straßenbauamt und der kreislichen Verkehrsbehörde besprochen, da die Stadt keine Hoheit über die betroffenen Straßen hat. Zudem muss in die Lärmaktionsplanung die Öffentlichkeit einbezogen werden. Und vor allem die Anwohner erwarten, dass nun endlich etwas passiert.

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