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Der Bergring steckt in der Klemme

Nach dem überraschenden Rückzieher der EVA Veranstaltungs- und Event GmbH als Ausrichter des Bergring-Rennens wird es schwierig, die Lücke zu schließen. Langjährige Sponsoren sind nicht bereit, sich der neuen Aufgabe zu stellen.

Der Rennfahrer am Carl-Schröder-Platz. Für wen weist er zukünftig den Weg zum Bergring?
Eberhard Rogmann Der Rennfahrer am Carl-Schröder-Platz. Für wen weist er zukünftig den Weg zum Bergring?

Wer die Reißleine zog, das bleibt weiter ein Geheimnis. Offenkundig ist nur, dass die Vertragsverhandlungen zwischen dem MC Bergring Teterow und der EVA Veranstaltungs- und Event GmbH platzten, bevor sie konkrete Formen annahmen. Wer bei der Organisation des Bergring-Rennens im Mai den Hut aufhat, bleibt offen.

Dabei sind die Verbindungen zwischen den beiden verhinderten Partnern doch stärker, als zunächst bekannt. Sylvia Schlaak, Ehefrau des Clubchefs, ist nicht nur Mitarbeiterin der Event-Gesellschaft, sie fungiert als Gesellschafterin des Unternehmens. Funktion und Kapitaleinlage teilt sie sich mit dem Autohändler Lutz Fritzsche, der wiederum Sponsor des Bergring-Rennens ist. Beide hüllen sich in Schweigen, wenn es um die Vorgänge der vergangenen Tage geht. 

Alles hängt irgendwie zusammen

Dienstagmittag räumte Clubchef Adolf Schlaak ein, die EVA habe ihre Bewerbung als Veranstalter von Rennen auf dem Bergring zurückgezogen. Erst vier Tage zuvor hatte der Club entschieden, mit der Gesellschaft in entsprechende Gespräche einzutreten. Die Absage könnte auf sehr kurzem Wege erfolgt sein. Schlaak hat als Chef der Kommunaltechnik sein Büro schließlich auf demselben Grundstück, auf dem die Firma seiner Frau ihren Sitz hat. Ein Grundstück, das gleichzeitig als Außenstelle der Stadtwerke fungiert. Auch die wiederum: Sponsor des Bergring-Rennens.

Wer könnte die Lücke schließen? Eine Option wäre es, so der Clubvorsitzende, mit den anderen acht Kandidaten einer im Vorfeld gelaufenen beschränkten Ausschreibung noch einmal Kontakt aufzunehmen. Die hatten zwar allesamt abgesagt. Doch die Situation habe sich jetzt vielleicht geändert.

Bei diesen Kandidaten handelt es sich um Sponsoren, die den MC Bergring meist schon seit vielen Jahren unterstützen. Dazu gehört der Unternehmer Hans-Jürgen Fink. Seine Firma fertigt Elektro-Schaltanlagen. „Wir haben uns das Konzept des MC angesehen und kamen zu dem Schluss: Das bekommen wir nicht hin“, lautet seine klare Antwort. Vielleicht, so seine Überlegung, wäre ein Zusammenschluss mehrerer Firmen eine praktikable Lösung.