Schülerverkehr Teterow - Ziddorf - Dahmen:

Der frühe Bus soll nun bleiben

Schülertransport ist offenbar doch ganz und gar Sache des Landkreises. Die Behörde entschied nun, dass der frühe Mittagsbus die Ziddorfer und Dahmener Kinder wieder täglich von der Teterower Grundschule nach Hause bringt. Doch für wie lange?

Auf sie müssen die Grundschüler nicht mehr stundenlang warten. Auf der Linie 232 zwischen Dahmen und Teterow hatte der Landkreis probehalber kleinere Busse als Ersatz für eine gestrichene Verbindung eingesetzt.
Eberhard Rogmann Auf sie müssen die Grundschüler nicht mehr stundenlang warten. Auf der Linie 232 zwischen Dahmen und Teterow hatte der Landkreis probehalber kleinere Busse als Ersatz für eine gestrichene Verbindung eingesetzt.

Derzeit scheint die Welt für die Eltern aus Ziddorf, Dahmen, Großen Luckow oder Niendorf wieder in Ordnung. Der Schülerbus um 11.47 Uhr fährt seit ein paar Wochen wieder täglich ab der Grundschule in diese Dörfer. Er bringt ihre Kinder auch am Montag, Mittwoch und Freitag wieder früh nach Hause. Die Mädchen und Jungen – teilweise aus der ersten Klasse – müssen nicht mehr auf den Bus der Linie 232 warten, der rund zwei Stunden später fährt.

Doch für Claudia Schlagbauer, Vorsitzende des Gesamtelternrates, ist immer noch nicht klar, ob das auch so bleiben wird. Die Mutter aus Ziddorf freut sich natürlich, dass der Schülerbus des Regionalbus-Unternehmens (Rebus) seit den Winterferien wieder täglich unterwegs ist. Dennoch gibt es bislang keine Informationen, ob dieser frühe Mittagsbus auch im kommenden Schuljahr auf dem Fahrplan steht. Wenn nicht, dann wären wieder die Eltern im Boot, die die Kinder allein abholen müssten. Und die Grundschule wäre wieder in der Bredouille, weil sie die Betreuung der Grundschüler eigentlich nicht garantieren kann.

Doch Sebastian Constien (SPD), Landrat des Landkreises Rostock, hat da gute Nachrichten für die Eltern. „Es ist eine vernünftige Lösung gefunden worden“, sagte er. Die Testphase für den frühen Bus auf der Linie 232 sei bis zum Ende dieses Schuljahres ausgeweitet worden. So könne man die neuen Fahrpläne auch vernünftig planen. Und dabei ist sich Constien sicher, dass der Bus 232 gegen 11.47 Uhr auch im neuen Schuljahr von Teterow in Richtung Süden fahren wird.

Auslöser ist eine Falschinformation

Ursprünglich sollte die Testphase für den Schülerbus nur vier Wochen lang sein. Doch offenbar hat sich hinter verschlossenen Türen bei internen Gesprächen eine Änderung der Sichtweise ergeben. Denn die Eltern der sechs bis acht betroffenen Kinder waren ärgerlich darüber, dass der Landkreis und die Rebus die Kosten für den Schülertransport auf die Eltern abwälzen, die ihre Kinder wegen der langen Wartezeit selbst von der Schule abholten. Nun werden laut Constien im Durchschnitt täglich sechs Kinder mit dem Bus befördert. Dabei kämen auch kleinere Busse zum Einsatz.

Alle Seiten hätten sich jetzt dafür eingesetzt, dass das Problem im Sinne der Eltern gelöst wird, erläuterte der Landrat. Auslöser war eine falsche Information an das Busunternehmen gewesen. Rebus war davon ausgegangen, dass die Grundschüler nach dem Unterricht in der Einrichtung betreut werden können. Dafür hatte die Schule aber gar kein Personal zur Verfügung – weil sie als komplette Schule nicht den Status „Volle Halbtagsschule“ hat. So musste eine Erzieherin „fremde“ Tätigkeiten übernehmen. Erstklässler saßen in höheren Klassen, damit sie unter der Aufsicht der Lehrer standen. Das hat nun ein Ende – auch weil der Elternrat der Schule einen Brief mit 200 Unterstützer-Unterschriften an den Landkreis aufgesetzt hatte.

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