Darguner Politik bleibt hart:

Der neue Zaun muss weg

Metallgitter im historischen Stadtkern? Das geht gar nicht, finden die Darguner Abgeordneten. Dabei sieht der neue Zaun am Krankenhaus gar nicht schlecht aus.

So neu, so schön, doch Metallgitter passen laut Satzung nicht in das Darguner Stadtbild.
Torsten Bengelsdorf So neu, so schön, doch Metallgitter passen laut Satzung nicht in das Darguner Stadtbild.

Welch ein Anblick: Ein neuer, schmucker Metallgitter-Zaun ersetzt am alten Krankenhaus mittlerweile die völlig verrotteten Holzfelder. Holz sollte es nicht noch einmal sein, hatten die beiden neuen Eigentümerinnen des Krankenhaus-Areals entschieden. Wegen der üppigen Vegetation im Park wäre dann viel Aufwand nötig gewesen, den Zaun zu erhalten. Und auch eine schlichte Umzäunung etwa mit Maschendraht kam für Petra Scheiermann und Kerstin Wieseke nicht infrage.

Wegen der repräsentativen Straßenfront an der Amtsstraße erschien ihnen das einfach abwegig. Auf die Metallgitterfelder dagegen hätten sie durchweg positive Reaktionen erhalten. Mit einer Ausnahme. Die Stadtväter sehen den Metallzaun gar nicht gern. Er verstößt gegen ein wichtiges Regelwerk, das für den historischen Stadtkern gilt – gegen die Gestaltungssatzung. Städtebaulich nicht vertretbar, urteilte jetzt auch die Stadtvertretung, obwohl Petra Scheiermann und Kerstin Wieseke um eine Ausnahmegenehmigung gebeten hatten – allerdings erst, als der Zaun bereits stand.

Müssen die Metallgitter nun wirklich wieder abgebaut werden? Das ist noch nicht entschieden. Das letzte Wort hat dazu jetzt das Bau-Ordnungsamt des Seenplatten-Landkreises. Ob sich die Behörde dem Votum der Stadtvertreter anschließt, bleibt abzuwarten. Dass das Stadtbild durch den neuen Zaun leiden würde, wie es der Darguner Bau-Ausschuss empfindet, das kann man gewiss auch anders sehen.

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