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Die Nummer eins ist da

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Oder wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Auf den Storch von Belitz trifft beides zu. Denn der Adebar hat sein Stammnest und das lässt er sich nicht streitig machen. Und jedes Jahr schlüpfen kleine Langbeine, obwohl er stets alleine kommt.

Der Storch von Belitz hat längst seine Fans im Dorf gefunden. Ein Anwohner am Nest hat eine ganze Giebelwand dem Adebar gewidmet.
Wolfgang Schmidt Der Storch von Belitz hat längst seine Fans im Dorf gefunden. Ein Anwohner am Nest hat eine ganze Giebelwand dem Adebar gewidmet.

Am 10. Februar traf der erste Weißstorch in der Mecklenburgischen Schweiz ein und landete auf dem Nest in Belitz. Schmidt hatte es nicht anders erwartet. „In diesem Jahr ist der Belitzer Storch einen Tag früher als im vergangenen eingetroffen. Auch diesmal wieder, wie schon seit 2012, ohne Partner“, so Wolfgang Schmidt. Mit der Ankunft des Partners rechnet der Experte an diesem Wochenende.

Verständigt hat ihn Barber Bongardt über den frühen Gast. Sie hat vom Gutshaus das Storchennest gut im Blick. Mit dem Storch steht sie quasi auf du und du und ist der einzige Mensch, der sich Adebar bis auf wenige Meter nähern kann, wenn er auf der Wiese unterhalb seines Nestes steht.

Wolfgang Schmidt hat sich aufgemacht, um den Ankömmling in Augenschein zu nehmen. Sein erster Eindruck: „Ein bisschen zerzaust sieht er aus. Jetzt ist erst mal Gefiederpflege angesagt. Und die Kost ist zu dieser Jahreszeit ja auch etwas karg. Aber das Wetter ist offen, da wird er schon etwas finden.“

Dass es sich immer um die gleichen Vögel handelt, wenn vom Belitzer Storch die Rede ist, dafür kann sich Wolfgang Schmidt nicht verbürgen. „Die Tiere sind nicht beringt, sodass wir das nicht exakt kontrollieren können“, sagt er. Doch einiges spreche dafür, dass wenigstens einer der beiden hier schon seit Längerem heimisch ist.

Dieser Horst zählt übrigens zu jenen, wo zuverlässig Nachwuchs gedeiht. Im vergangenen Jahr wuchsen hier drei Jungvögel auf.