Saisonstart auf dem Teterower See:

Die "Regulus" hat sich flott gemacht

Kapitän Volker Stürmer hat zu Ostern seine Barkasse flott gemacht. Zunächst schippert er nur an den Wochenenden über den Teterower See. Obwohl ihm in diesem Jahr ganz bestimmte Gäste fehlen werden, schaut er zuversichtlich in die Saison.

Letzte Handgriffe am Schiff, bevor die "Regulus" zu ihrer ersten Fahrt des Jahres ausläuft. Der Fahrplan für die Saison steht.
Eberhard Rogmann Letzte Handgriffe am Schiff, bevor die "Regulus" zu ihrer ersten Fahrt des Jahres ausläuft. Der Fahrplan für die Saison steht.

Punkt zehn Uhr erwartet die Motorbarkasse „Regulus“ Sonnabendvormittag am Steg bei der Badeanstalt in Teterow die ersten Fahrgäste. Zu jeder vollen Stunde sticht Kapitän Volker Stürmer von hier in See. Erster Stopp ist die Burgwall-Insel mit der Ausflugsgaststätte „Wendenkrug“. Den Anleger am Teschower Ufer indes wird die Barkasse nur noch alle zwei Stunden ansteuern. „Mit der Schließung des Schlosshotels wird sich das Fahrgastaufkommen dort spürbar verringern“, ist der Bootsführer überzeugt. Er macht eine Überschlagsrechnung auf: Im Schnitt verweilten die Hotelgäste vier bis fünf Tage. Die Patienten der Klinik dagegen sind zehn bis zwölf Wochen in der Therapie. „Es ist unwahrscheinlich, dass sie ein dutzend Mal an Bord kommen. Außerdem haben sie dort ein volles Tagesprogramm, da bleibt wenig Mußezeit“, hat er in Erfahrung gebracht. Was das für den wirtschaftlichen Betrieb des Schiffes bedeutet, werde sich zeigen.

Bange ist Stürmer indes nicht. Schließlich könnte er jetzt mehr Fahrradfahrer übersetzen, wenn die Auslastung nicht so hoch ist. „Das hat in den letzten Jahren zugenommen. Es gab sogar Fälle, wo ich die Leute mit Rädern abweisen musste“, erinnert er sich. Aber die Passagiere hätten nun einmal Vorrang. Der Kapitän weist darauf hin, dass E-Bikes generell nicht auf dem Schiff transportiert werden. „Diese Räder sind deutlich im Kommen, doch aus Gründen des Arbeitsschutzes kann ich die nicht an Bord nehmen. Es ist auch praktisch schwierig. Die Räder sind ziemlich schwer und wir haben keine Rampe.“ 

Generell ist der Teterower Seefahrer von einem gewissen Zweckoptimismus erfüllt. Er glaube nicht, dass die Urlauberzahlen mit dem Wegfall des Teschower Hotels einbrechen. „Die meisten Leute kommen doch wegen der Landschaft und der Natur her. Sie werden sich jetzt anders verteilen. Aber die Bootsfahrt auf dem See hat ihren ganz besonderen Reiz und das spricht sich rum.“ Um dessen Reize auszukosten, ist man nicht an den regulären Fahrplan gebunden. Auf Wunsch können Sonderfahrten vereinbart werden. „Es gibt schon eine ganze Menge von Stammgästen, die das seit Jahren nutzen“, so der Kapitän.

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