Gefahr für Besucher?:

Die schiefe Mauer von Stavenhagen

Trotz Neigung, Rissen und schlechtem Baugrund sieht die Stadtverwaltung keine Gefahr an der historischen Ziegelmauer. Dennoch hat man jetzt eine Entscheidung getroffen, wie es weitergehen soll.

Ziegel bröseln immer weiter.
Eckhard Kruse Ziegel bröseln immer weiter.

Ein Absperrband gibt es noch nicht an der Stavenhagener Schlossmauer. Der Bereich muss auch nicht abgesperrt werden, da ist sich Bürgermeister Bernd Mahnke (parteilos) sicher. Auch wenn die historische Ziegelmauer auf einer Länge von 30 Metern gehörig schief steht, sich in Richtung Schlosspark neigt, einige Risse hat und auch der Boden immer weiter nachgibt. „Die Schlossmauer ist standsicher“, betonte er.

Dennoch hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Gutachtern einen neuen Entschluss gefasst. Dieser Teil der Mauer soll nicht mehr nur saniert werden. Er soll zwischen dem Ernst-Lübbert-Weg bis zum Eingang in den Schlosspark abgetragen und neu aufgemauert werden. Dadurch könne dieser Abschnitt der Schlossmauer nachhaltig gesichert und in ihrem Bestand erhalten werden.

Eine gewisse Neigung gehöre für eine solch alte Mauer durchaus dazu, findet Mahnke. Die Schieflage habe im Durchschnitt jedes Jahr um 2,6 Millimeter zugenommen. Da wolle man frühzeitig handeln, erläuterte Bauamtsleiterin Christine Buchmann, damit sich die Neigung nicht weiter vergrößere. Doch wieso neigt sich die Mauer immer mehr?

Christine Buchmann macht vor allem den schlechten Baugrund dafür verantwortlich. Aber auch Pkw, die auf der angrenzenden Straße unterwegs sind und bis dicht an die Mauer heranfahren. Die Straße könne aber nicht gesperrt werden. Denn über sie kommen einige Anwohner zu ihren Grundstücken.

Wie geht es weiter? Die Stadtverwaltung wird das Vorhaben gemeinsam mit der Denkmalpflege beraten. Erst danach könne über die weitere Verfahrensweise entschieden werden.