Adventspremiere in Teterow:

Die Stadt soll leuchten

Der Sturm drohte den Teterowern fast einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Geschäftsleute hielten aber am ersten Adventsleuchten fest. Das kam an. Und so werden auch schon Pläne für 2014 geschmiedet.

Der Weihnachtsmann war in Teterow schon mal unterwegs. Und zwar beim ersten Adventsleuchten, das er sich nicht entgehen lassen wollte.
Simone Pagenkopf Der Weihnachtsmann war in Teterow schon mal unterwegs. Und zwar beim ersten Adventsleuchten, das er sich nicht entgehen lassen wollte.

19 Bäcker, 22 Fleischer, noch getoppt von 35 Schuhmachern – so sah es aus mit dem Handwerk im Jahr 1926 in Teterow, weiß Jana Koch zu berichten. Als Rugklaas hatte sie beim ersten Adventsleuchten Interessierte mit auf einen besonderen Stadtrundgang genommen (der Nordkurier berichtete). An ganz so vielen Türen ging es nicht mehr vorbei. Aber immerhin 48 Geschäftsleute in der Innenstadt haben diese Adventsaktion, unterstützt von Stadt und Stadtwerken, mit Leben erfüllt. „Es ist ein gutes Gefühl, wie alles zusammengewachsen ist“, sagt Steffi Born vom Café am Markt. Dagegen kam selbst Sturm „Xaver“ nicht an.

Zwar konnten in der Malchiner Straße nicht wie geplant noch Weihnachtsbuden aufgestellt werden, spontan besorgte Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos) aber etliche Tannenbäume, die die Straße dann säumten. Und die Leute kamen, guckten, kauften, erzählten, ließen sich bei einer langen Einkaufsnacht mit Märchen, Mode und mehr verwöhnen. Viele Geschäftsleute reichten nämlich auch Plätzchen, Waffeln, Tee, Glühwein und Sekt. „Wir wollen den Kunden ja auch Danke sagen“, so Frank Steffen von der Buchhandlung, der sich freut, dass auch die Tombola der Geschäftsleute so gut ankam. In anderthalb Tagen waren alle 1000 Lose verkauft. Ein Erlös von 250 Euro wurde dem Jugendklub „Indalo“ übergeben.

Jetzt werden schon Pläne fürs nächste Jahr gemacht. Das Adventsleuchten soll es wieder geben. Dann müssen die Tannenbäume auch für die Rostocker Straße mit ihren Geschäften reichen, die diesmal vergessen wurde. Vielleicht finde auch schon eine Aktion im Frühjahr statt und dann natürlich der Aktionstag „Teterow offen“. „Es muss gemeinsam weitergehen“, sagt Steffi Born. „Dazu sind die Zeiten auch zu hart, dass jeder in seinem Saft schmort.“

 

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