Doppelter Schicksalsschlag:

Diebe klauen Laster mit Festtagsbraten

Der Teterower Wildhändler Reinhard Bischoff hat in diesem Jahr viel Pech.  Erst brannte es auf seinem Gelände, nun wurden zwei wertvolle Laster gestohlen.

Das Kühlhaus des Teterower Wildhändlers brannte im August díeses Jahres komplett nieder.
Torsten Bengelsdorf Das Kühlhaus des Teterower Wildhändlers brannte im August díeses Jahres komplett nieder.

Wer in den nächsten Tagen vier Tonnen Weihnachtsbraten im Wald findet, der sollte sich schnell bei der Teterower Polizei melden. Wahlweise auch beim Teterower Reinhard Bischoff. Denn dem Wildhändler waren in der Nacht zum Sonntag von seinem Firmengelände in Raden zwei Kühl-Lkw mit Rehen und Wildschweinen gestohlen worden. „Ich vermute, dass die Diebe es nur auf die Lkw abgesehen hatten“, sagt er. Denn die hatten zusammen einen Wert von 100.000 Euro.

Die Laster wollen die Täter wohl absetzen. „Das Wild werden die Diebe aber nicht verkaufen können“, ist sich Bischoff sicher. Das sei nicht möglich, weil Wildprodukte in Mecklenburg-Vorpommern streng registriert sind und der Verkauf nicht einfach so möglich ist.

Im Sommer wütete ein Brand

Der Diebstahl vom vergangenen Wochenende war schon der zweite harte Schicksalschlag für Reinhard Bischoff und sein Unternehmen in diesem Jahr. Im August brannten sein Kühlhaus, ein Teil eines vermieteten Wohnhauses und auch ein Lkw ab. Der Schaden belief sich nach seinen Worten auf rund 300.000 Euro. „Eine Brandursache wurde nicht gefunden“, sagt er.

Hinschmeißen will Bischoff deswegen aber noch lange nicht. „Wir lassen uns davon nicht unterkriegen“, so der 62-Jährige. Seit klar ist, dass die Versicherung für den Brandschaden aufkommen wird, denkt der Unternehmer über ein neues Kühlhaus auf dem Hof nach. „Das wollen wir im Frühjahr bauen“, sagt er.