Flüchtlingsheim spaltet Jördenstorfer:

Dorfbewohner in Angst um Sicherheit

In vier Wochen werden die ersten Kriegsflüchtlinge in Jördenstorf erwartet. Auf einer Versammlung stellten sich Vize-Landrat Rainer Boldt und Heidrun Kiel als Betreiberin des Heimes den Fragen der Einwohner.

Henning Möller nimmt den Vizelandrat in die Pflicht, den Saal der Berufsschule für das Gemeinschaftsleben in Jördenstorf zu erhalten.
Eberhard Rogmann Henning Möller nimmt den Vizelandrat in die Pflicht, den Saal der Berufsschule für das Gemeinschaftsleben in Jördenstorf zu erhalten.

Heftig zu Sache kam der eine und andere Dorfbewohner gegenüber dem Vize-Landrat Rainer Boldt hinsichtlich der Umgestaltung des Lehrlingswohnheimes in Jördenstorf zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Die ersten Flüchtlinge sollen in einem Monat hier einziehen. Doch ist die Skepsis groß bei etlichen Einwohnern. Kritisch sehen sie die fehlende Infrastruktur in dem kleinen Ort sowie die Verkehrsanbindung. Schon jetzt müssten die Kinder in überfüllten Schulbussen nach Teterow stehen. Ängste bestehen hinsichtlich der Sicherheit. Ein Vorfall jüngst in Güstrow, wo aus einem ähnlichen Heim auf eine Passantin geschossen wurde, bestärkt die Vorbehalte. Dem stehen besonnene Stimmen gegenüber, der Appell von Jördenstorfern, der Ankunft der Fremden mit mehr Gelassenheit zu begegnen und aktiv auf die Menschen zuzugehen.

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Kommentare (1)

Leider habe ich hier keinen ausführlichen Bericht zu dem Vorfall in Güstrow lesen können. Auch habe ich den Aufschrei der anständigen,die Lichterketten und den Protestmarsch vermisst. Wehe aber man hätte auf einen Asylanten geschossen,der Blätterwald wäre nicht zur Ruhe gekommen und die Gutmenschen,hätten die schuldigen sofort ausgemacht. So aber,stille im Blätterwald.