Vor dem Aus:

DRK zieht im Flüchtlingsheim Basepohl Notbremse

Die Zukunft der Asylbewerberunterkunft in Basepohl steht auf der Kippe.

Flüchtlinge in Basepohl hatten erst im April gemeinsam mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und DRK-Landeschef Werner Kuhn das symbolische Band durchschnitten und damit ihr Intercultural Communikation Center eröffnet.
Kirsten Gehrke Flüchtlinge in Basepohl hatten erst im April gemeinsam mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und DRK-Landeschef Werner Kuhn das symbolische Band durchschnitten und damit ihr Intercultural Communikation Center eröffnet.

Die Tage der Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Flüchtlingsheim Basepohl sind gezählt. Zum 30. September wird das DRK seine Tätigkeit dort einstellen. Das bestätigte der Leiter der Einrichtung Thilo Rau. Der Betreibervertrag mit dem Land sei im Oktober 2015 für ein Jahr geschlossen worden. Jetzt habe man sich auf keine Verlängerung einigen können. Es hätten Konditionen zur Diskussion gestanden, auf die das Rote Kreuz nicht habe eingehen können.

Thilo Rau hatte im Herbst letzten Jahres auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle die Leitung der Einrichtung in der vormaligen Bundeswehrkaserne übernommen. Hier sind Kapazitäten für Unterkunft und Betreuung von 750 Personen geschaffen. Derzeit leben 50 Asylbewerber in dem Objekt. Der Landtagsabgeordnete Peter Ritter (Linke) kritisiert die Hinhaltetaktik des Landes scharf. Damit sei die Qualität der Flüchtlingsbtreuung gefährdet. Es müsse bezweifelt werden, ob der erreichte Standard nun gehalten werden kann. Das Know-how der Beschäftigten scheint jedenfalls verloren.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung