Auseinandersetzung im Malchiner Rathaus:

Droht CDU-Kandidatem ein Hausverbot?

Will hier der Eine dem Anderen nur eins auswischen oder steckt mehr dahinter? Malchins Rathaus-Chef hat sich jedenfalls bei den Fraktions-Vorsitzenden massiv über das Benehmen von Andreas Hammermüller beschwert. Was ist da vorgefallen?

Hausverbot fürs Rathaus? Der CDU-Kandidat für die Malchiner Bürgermeisterwahlen, Andreas Hammermüller, vermutet hinter der ganzen Aktion dagegen eher einen Rachefeldzug.
Montage: Heiko Wahle Hausverbot fürs Rathaus? Der CDU-Kandidat für die Malchiner Bürgermeisterwahlen, Andreas Hammermüller, vermutet hinter der ganzen Aktion dagegen eher einen Rachefeldzug.

Es muss hoch hergegangen sein in dieser Woche im Vorzimmer des Bürgermeisters. Die Beteiligten: eine Sekretärin, ein Praktikant und ein Bürgermeister-Kandidat: Andreas Hammermüller (CDU). Die Drei müssen wohl mächtig in Streit geraten sein. So sehr, dass sich Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) am Donnerstag an die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung wandte. Er werde, so lässt der Rathaus-Chef in den Schreiben wissen, im Wiederholungsfalle von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Hausverbot für den CDU-Bürgermeister-Bewerber und Bürgervorsteher, der sich in sechs Wochen ins Rathaus wählen lassen will? Was ist denn da passiert?

Bürgermeister Jörg Lange will sich weder zu seinen Briefen an die Fraktions-Chefs noch zu den Vorfällen in seinem Vorzimmer äußern. Und auch seine Sekretärin deutet nur vage an, dass sich Andreas Hammermüller in dieser Woche ihr und dem Praktikanten gegenüber ziemlich daneben benommen haben soll. Details will sie aber nicht preisgeben.

Sekretärin nimmt Entschuldigung nicht an

Die Auseinandersetzung soll beinahe harmlos begonnen haben. Hammermüller soll in das Büro gekommen sein und sich eine Wasserflasche des Praktikanten gegriffen haben. „Ich habe daraus einen Schluck getrunken“, berichtet Hammermüller. Darüber habe sich die Sekretärin sehr aufgeregt. Sie sei gleich aufgesprungen und habe gefragt, wie das denn sein könne. Wobei er in dem Vorzimmer von Anfang an auf eine „äußerst aggressive Grundstimmung“ gestoßen sei. „Leck mich“, habe er dann der Sekretärin geantwortet, räumt Hammermüller ein. Am nächsten Tag sei er vom Bürgermeister aufgefordert worden, sich zu entschuldigen. Er habe die Sekretärin dann auch angerufen, doch sie habe seine Entschuldigung nicht annehmen wollen. Dem Praktikanten habe er eine neue Mineralwasser-Flasche gekauft. „Für mich war das Ganze mehr ein Scherz“, sagt der Bürgermeister-Kandidat.

CDU-Mann vermutet Rachefeldzug

Doch das ist es wohl nun nicht mehr. Aus dem Rathaus heißt es, dass sich Jörg Lange zu dem Brief an die Fraktions-Chefs mit der Androhung eines Rathaus-Verbots nach einer Reihe weiterer Vorfälle in den vergangenen Monaten entschlossen habe. Auch von übermäßigem Alkoholkonsum des CDU-Kandidaten ist immer wieder die Rede.

Hammermüller vermutet hinter der ganzen Aktion dagegen eher einen Rachefeldzug. Er sei mit dem Bürgermeister in der Vergangenheit in vielen Fragen unterschiedlicher Auffassung gewesen, so zum Beispiel in der Entschädigungsaffäre der Stadträte. Die Sekretärin des Bürgermeisters kennt der Rechtsanwalt Andreas Hammermüller schon länger. Sie arbeitete zuvor in seinem Anwaltsbüro.

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