Zukunft völlig unklar:

Droht der Jugendherberge Dahmen die Schließung?

Nach Nordkurier-Informationen will sich der Jugendherbergsverband aus Dahmen verabschieden und den Pachtvertrag nicht verlängern. Doch die Verantwortlichen drücken sich um Antworten. Die Gemeinde will darum kämpfen, das Haus für Touristen zu erhalten.

Gemeinde und Jugendherbergswerk verhandeln momentan noch über eine Weiterführung der Herberge am Malchiner See.
Eckhard Kruse Gemeinde und Jugendherbergswerk verhandeln momentan noch über eine Weiterführung der Herberge am Malchiner See.

Was ist los mit der Jugendherberge in Dahmen? Im Dorf blühen schon die Spekulationen. Vermutungen gehen um, dass das Haus und damit ein wichtiges touristisches Standbein am Malchiner See und in der Region geschlossen werden soll. Genaues weiß man nicht. Und gerade deswegen befürchten etliche Menschen, dass dann noch weniger Touristen in die Mecklenburgische Schweiz kommen als bisher. Schließlich wird ja auch das Schlosshotel Teschow ab September nicht mehr für den Jedermann-Tourismus offen stehen.

Die Gemeindevertreter wollen in ihrer Sitzung am Donnerstag Abend um 19 Uhr über die Weiterführung des Hauses beraten. Allerdings hinter verschlossenen Türen. Denn das historische Gebäude befindet sich in ihrem Eigentum. Doch genaue Informationen sind weder von der Gemeinde noch vom Jugendherbergswerk zu bekommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ines Kulessa äußert sich nur knapp. Die Vorstandsvorsitzende des Jugendherbergswerks Mecklenburg-Vorpommern, Karen Löhnert, reagiert gar nicht auf mündliche und schriftliche Nachfragen.

„Es wird nach einer Lösung gesucht“, informierte Ines Kulessa. Die Vorstellungen des Jugendherbergswerks und der Gemeinde müssten auf einen Nenner gebracht werden. Die Gemeindevertreter seien aber alle einhellig der Meinung, dass die Jugendherberge in Dahmen erhalten werden soll, so die stellvertretende Bürgermeisterin.

Modernisierung auf der Tagesordnung?

So haben Gemeinde, Jugendherbergswerk und auch der Tourismusverband  schon gemeinsam an einem Tisch gesessen und über die Zukunft des Hauses diskutiert. Ines Kulessa nannte auch den Grund für die Beratungen: „Der Pachtvertrag läuft im nächsten Jahr aus.“ Doch dass es auch um eine mögliche Schließung der Jugendherberge ging, wollte sie nicht direkt bestätigen.

Doch solche Gedanken soll es nach Nordkurier-Informationen gegeben haben. Dem Jugendherbergsverband ist das schöne Gebäude direkt an der Landesstraße mit seinen 123 Betten offenbar nicht mehr attraktiv genug. Besonders im Inneren würde sich der Verband eine Modernisierung wünschen, um das Haus deutlich attraktiver zu machen. Doch dafür müsste wohl die Gemeinde tief in die Tasche greifen, weil ihr die Herberge gehört. Das scheint der Knackpunkt in der Diskussion zu sein.