Mini-Zoo in Malchin:

Ein Esel mehr – und schon schwankt der Sparplan

Im Mini-Zoo gibts Nachwuchs. Aber der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig. Zumindest aus Sicht der Stadtvertreter.

Das Eselskind ist noch etwas wacklig auf den Beinen.
Torsten Bengelsdorf Das Eselskind ist noch etwas wacklig auf den Beinen.

Als ob die Esel es geahnt hätten: Kurz bevor sich am Dienstagabend im Rathaus Stadtvertreter und Verwaltungsmitarbeiter zur seit Langem angekündigten Haushalts-Spar-Runde zusammenfanden, war bekannt geworden, dass sich im Tiergehege im Stadtpark Nachwuchs eingestellt hat. Ein Esel hat ein Fohlen zur Welt gebracht. Die Malchiner sind entzückt. Schnell hatten sich am Dienstag am Esels-Gatter junge Mütter mit ihren Kindern eingefunden, um den Kleinen zu bewundern – und verbotenerweise auch zu füttern. Auch auf Facebook beherrschte das Eselskind sofort die Debatte. „Ach, wie süß.“ „Ist ja niedlich, wir sind täglich dort“, lauteten einige Einträge.

Für die Stadtväter kommen diese Sympathie-Bekundungen allerdings zur Unzeit. Sie überlegten am Dienstagabend bei ihrem Workshop noch, wo denn nun in den nächsten Jahren der Rotstift angesetzt werden soll.

Das Tiergehege steht da mit auf dem Zettel. Doch nun gibt es da ja einen Esel mehr und es war am Dienstag noch nicht einmal im Ansatz absehbar, wie sich Stuten-Glück und Hengsten-Stolz auf die Haushalts-Debatte auswirken würden.

Der Mini-Zoo hat in Malchin nämlich auch viele Anhänger – egal, wie viele Esel in dem Gatter gerade herumlaufen. Sollte die Spar-Orgie dann doch noch einen Bogen um das Tiergehege machen, müssen sich die Stadtväter aber dennoch einen Kopf machen, wie dieser Facebook-Eintrag beweist: „Noch mehr Tiere in diesem ,Miniverschlag´. Schade um das kleine Eselchen. Sich mal so richtig austoben und laufen soweit wie es möchte, wird es in diesem Gehege niemals können.“

 

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