Münzen im Acker:

Ein Fund aus Römerzeiten

Der Landwirt Hans Behn ist seit vielen Jahren auch ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger. Jetzt hat er auf seinem eigenen Acker einen spektakulären Fund gemacht.

Der Tauschkurs von Denar zu Euro ist zwar unbekannt, doch Hans Behn kann sich trotzdem über den Fund freuen.
Eckhard Kruse Der Tauschkurs von Denar zu Euro ist zwar unbekannt, doch Hans Behn kann sich trotzdem über den Fund freuen.

Eine römische Münze, genauer gesagt, einen Denar, hat der Landwirt Hans Behn aus Hungerstorf auf seinem Acker gefunden. Das war kein Zufall, denn Hans Behn betrachtet als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger seine Umgebung natürlich besonders aufmerksam. So kann man schon fast damit rechnen, dass er von Zeit zu Zeit einen spektakulären Fund vorweisen kann. "Die Münze hatte etwa zur Hälfte in der Erde gesteckt", erklärt er.

Er datiert ihre Prägung auf die Zeit zwischen 98 bis 117 nach Christus. Denn die Aufschrift weist auf Kaiser Trajan hin. Der regierte das Römische Reich in dieser Zeit. Unter seiner Herrschaft erlebte das Reich seine größte Ausdehnung. Er eroberte Armenien, Mesopotamien und vor allem das Dakerreich.  Der Denar  war die Hauptmünze des Römischen Reiches. Sie entstand etwa 200 vor Christus. Wie mag die Münze nach Mecklenburg gelangt sein? "Ist doch interessant, darüber nachzudenken", meint Hans Behn. Es könnten Durchreisende gewesen sein, die die Münze hier ließen, oder Söldner, die bei den Römern im Dienst standen. Oder es gibt noch eine ganz andere Erklärung. Auf jeden Fall kann auch ein so kleiner Fund richtig spannend sein.

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