Tierpaten gesucht:

Ein Tumor brachte Hilfe für Katzen

Dem Tier war nicht mehr zu helfen. Die Katze, die stets vorbei schaute, wenn Diana Meyer in Bristow ist, musste eingeschläfert werden. Aber so lernte die junge Frau die Teterower Tierschützer kennen. Und wurde spontan Tierpatin.

Nicht alle Katzen lassen sich, so wie diese, vermitteln. Für sie sucht der Teterower Tierschutzverein um Margarete Zwerg noch Paten.
Simone Pagenkopf Nicht alle Katzen lassen sich, so wie diese, vermitteln. Für sie sucht der Teterower Tierschutzverein um Margarete Zwerg noch Paten.

„Wenn man Tiere liebt, weiß man, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt. Ich bin eh sensibilisiert für so etwas“, sagt Diana Meyer. Und diesmal sah ihr kleiner Gast gar nicht gut aus, berichtet sie. Also hängte sie sich ans Telefon und hatte auch schnell Kontakt zur Vorsitzenden des Tierschutzvereins Teterow und Umgebung. Hilfe musste her. Für eine der frei lebenden Katzen in Bristow.

Um die kümmern sich die Tierschützer schon seit längerer Zeit, haben sie kastriert, bringen Futter. „Das merkt man auch, sie sind alle gut gepflegt“, hat Diana Meyer gleich festgestellt, seit sie mit ihrer Familie regelmäßig nach Bristow kommt. Sie habe zu Hause – das ist in der Nähe von Köln – selbst viele Tiere, auch einige Pflegefälle. Die kranke Katze aus Bristow wurde sofort zum Tierarzt gebracht. „Ich hatte mit dem Verein schon besprochen, dass ich mich an den Kosten beteilige, immerhin kenne ich die Katze seit zwei Jahren. Leider musste sie eingeschläfert werden. Sie hatte wahrscheinlich einen Tumor im Köpfchen.“

Teure Kastrationen schröpfen den Verein

Aber die 37-Jährige hat sich entschieden, den hiesigen Tierschutzverein zu unterstützen. Sie wurde jetzt die erste Tierpatin. Mit der Aktion „Tierpaten gesucht“ wollen die Teterower nun so richtig an den Start gehen. „Wir brauchen jegliche Unterstützung“, verhehlt Vereinsvorsitzende Margarete Zwerg nicht. Für Kastrationen sicher am meisten, aber auch für Futter und Tierbedarf werde Geld gebraucht.

„Wir haben auch viele Katzen, die sich nicht vermitteln lassen.“ Genau für diese werden Paten gesucht. Diana Meyer überweist nun monatlich eine Spende. „Den Dauerauftrag habe ich schon eingerichtet“, sagt sie. „Ich beteilige mich nicht ständig an solchen Aktionen, hier habe ich aber gesehen, wie schnell die Hilfe funktioniert. Das hat mir imponiert.“ Sie möchte nur gern eine Katze benannt bekommen, für die sie mit ihrer Spende sorgt. „Damit ich mich mit der Aktion besser identifizieren kann.“