Stammzellspende geglückt:

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest für Feuerwehrmann Uwe

Monatelang haben viele Menschen mit ihm gehofft und gebangt. Feuerwehrmann Uwe Bergmann aus Malchin war Anfang des Jahres an Leukämie erkrankt. Weihnachten im Kreise seiner Familie - für ihn das schönste Geschenk.

Uwe Bergmann ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Sein Schicksal hat in diesem Jahr viele Menschen bewegt. Wer ihm das Leben gerettet hat, kann er frühestens in zwei Jahren erfahren.
Eckhard Kruse Uwe Bergmann ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Sein Schicksal hat in diesem Jahr viele Menschen bewegt. Wer ihm das Leben gerettet hat, kann er frühestens in zwei Jahren erfahren.

Erleichterung, Freude, Dankbarkeit. „Das ist unser schönstes Weihnachtsgeschenk“, freut sich Heidrun Bergmann. Ihr Mann Uwe ist aus dem Krankenhaus entlassen worden und darf Weihnachten im Kreis seiner Lieben verbringen. Die Familie freut sich riesig.

Der Malchiner Uwe Bergmann hatte Anfang des Jahres die Diagnose Leukämie erhalten. Nur eine Stammzellenspende konnte dem Feuerwehrmann das Leben retten. Seine Kameraden vom Kreisfeuerwehrverband organisierten zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei eine große Typisierungsaktion, an der sich mehr als 700 Frauen und Männer beteiligt hatten. Viele Feuerwehrleute waren darunter.

Komplikationen bei der Transplantation

Schließlich wurde auch ein passender Spender gefunden. Aus Köln, wie Uwe Bergmann heute weiß. Allerdings konnte der erste Termin der Transplantation nicht eingehalten werden. „Ich hatte Herzprobleme“, erzählt der Malchiner. Eine schwere Zeit für ihn und auch für die Familie. Erst im zweiten Anlauf bekam Uwe Bergmann dann die lebensrettenden Stammzellen. Das war am 29. Oktober. Die folgenden fünf Wochen seien wirklich hart gewesen, sagt der Malchiner. Aber auch die Chemotherapien davor seien an ihrem Mann nicht spurlos vorüber gegangen, meint seine Frau.

Ein etwas anderes Weihnachten

Umso glücklicher seien sie jetzt, dass er wieder zu Hause ist. Ihr Weihnachten wird allerdings nicht ganz so gefeiert werden können wie sonst. Nicht nur, dass Uwe Bergmann noch eine Schutzmaske tragen muss, um sich vor Infektionen zu schützen. Er darf zum Beispiel keine Nüsse essen, kein frisches Obst und Gemüse. Auch der Tannenbaum und Blumen sind tabu, denn diese könnten schließlich Allergien auslösen. „Aber es geht auch ohne dies alles“, meint Heidrun Bergmann. Dann werde eben mit künstlichen Blumen geschmückt.

Uwe Bergmann ist mit seinen Gedanken an diesen Tagen nicht nur bei den vielen Menschen, die ihm helfen wollten, vor allem natürlich seine Feuerwehrkameraden. Er denkt auch an seinen Stammzellenspender. Bergmann weiß, dass er sich, dessen Einverständnis vorausgesetzt, in zwei Jahren mit ihm treffen könnte. „Ich würde ihn schon gern kennenlernen“, meint er. Schließlich habe er ihm sein Leben zu verdanken. Vielleicht klappt es ja zu Weihnachten in zwei Jahren. Das wäre dann wieder eine tolle Überraschung.

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