Tresor geknackt:

Einbrecher nutzen Sturm aus

War es Zufall oder kalkuliert? Während es der heftige Wind überall knarren lässt, brachen Diebe gleich in drei Betriebe ein und suchten nach Geld. Der Schaden ist beträchtlich. Und die Polizei fürchtet, dass noch mehr Geschäfte betroffen sein könnten.

Die Polizei rückte am Sonntagvormittag bei der Gnoiener Wohnungsgesellschaft an. Hier hatten die Täter ein Fenster aufgehebelt.
L. Schwarz Die Polizei rückte am Sonntagvormittag bei der Gnoiener Wohnungsgesellschaft an. Hier hatten die Täter ein Fenster aufgehebelt.

Einem Spaziergänger war es am Sonntagmorgen zuerst aufgefallen: Bei der Wohnungsgesellschaft am Gnoiener Kirchenplatz stand ein Fenster offen. Es war wohl in der Nacht aufgebrochen worden, vermutete der Mann und rief sofort die Polizei.

In den Räumen des Wohnungsvermieters fanden die Beamten dann einen aufgebrochenen Tresor vor. Und nicht nur das: In den gesamten Geschäftsräumen hatten die Täter ein heilloses Durcheinander hinterlassen. „Sie sind im ganzen Haus gewesen, haben auch mehrere Geldkassetten geöffnet“, beschreibt Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) den Tatort. Sein Eindruck: Die Täter haben sich bei ihrer Tour verdammt viel Zeit genommen. Viel Geld haben sie wohl aber bei der Wohnungsverwaltung nicht gefunden.

Mindestens zwei weitere Fälle

Nur wenig später gingen die nächsten Meldungen bei der Polizei ein. In der Friedenstraße war in der Nacht in einen Friseursalon eingebrochen worden und auch ein Fitnessstudio im Gewerbegebiet hatte nächtlichen Besuch. Hier nahmen die Tätergleich einen ganzen Tresor mit. Allein dem Fitnessstudio soll dadurch ein Schaden in Höhe von 3500 Euro entstanden sein. Auch beim Friseur dürften die Ganoven wohl nach Bargeld gesucht haben. Hier soll der Schaden rund 2000 Euro betragen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich jeweils um die gleichen Täter handelt.

Getöse deckt den Lärm der Einbrecher

Möglicherweise hatten die Einbrecher auch ganz bewusst in der Sturmnacht zugeschlagen. Zumindest in einem Fall soll nämlich ein Zeuge Geräusche gehört haben. Allerdings brachte er sie eher mit dem starken Wind in Verbindung, der über Gnoien hinwegfegte.

Derweil schloss die Polizei am Sonntag nicht aus, dass noch mehr Geschäfte oder Einrichtungen betroffen sein könnten, die Einbrüche hier aber erst später bemerkt werden.