Einbruchs-Prozess:

Angeklagte Malchiner hatten wohl Auftraggeber

Wie ein Zeuge am Freitag vor dem Landgericht Neubrandenburg sagte, hat es in der Diebstahlsserie im Raum Malchin wohl einen noch unbekannten Auftraggeber gegeben. Hat der die gestohlenen Münzen aus einem Einbruch in eine Stavenhagener Wohnung?

Zwei Malchiner stehen wegen eines Wohnungseinbruchs vor Gericht. (Symbolbild)
Daniel Bockwoldt Zwei Malchiner stehen wegen eines Wohnungseinbruchs vor Gericht. (Symbolbild)

Im Einbruchs-Prozess gegen zwei Malchiner gab es am zweiten Verhandlungstag eine überraschende Wendung. Ein Polizeibeamter sagte als Zeuge aus, dass es im Fall des Wohnungseinbruchs in Stavenhagen, bei dem mehr als 100 000 Euro Bargeld und eine Münz-Sammlung gestohlen wurden, womöglich einen Auftraggeber gibt. Das Gleiche soll für weitere Straftaten der beiden Malchiner gelten, wie den Doppel-Einbruch ins EKZ Stavenhagen und dem Diebstahl mehrerer Fahrzeuge bei einem Autohaus in Remplin, die später gesondert angeklagt werden sollen. Das habe die Auswertung von Handydaten ergeben.

Per Telefonüberwachung kam zudem heraus, dass nach dem Wohnungseinbruch ein Treffen stattgefunden haben muss, vermutlich mit ebenjenem bislang noch unbekannten Auftraggeber. Bei diesem Treffen hat offenbar die Übergabe der Münzsammlung eine Rolle gespielt. Bei der Festnahme der beiden Angeklagten waren im Kofferraum eines Autos nur die leeren Verpackungen der Sammlung gefunden worden.

Seit Mittwoch stehen zwei 27 und 23 Jahre Männer in Neubrandenburg vor Gericht. Sie sollen einer Bande angehören, die für mehrere Diebstähle und Raubzüge verantwortlich sein sollen. Am 30. Mai wird der Prozess fortgesetzt. Dann sollen unter anderem Mitschnitte der Telefonüberwachung angehört werden.