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Eine Schneise der Zerstörung

Bäume, Straßen, Dächer, Autos – ja sogar die Feuerwehr. Vor dem Sturmtief Elon war am Freitag wirklich nichts sicher. Die Stadt Gnoien hat es besonders hart erwischt. Sperrungen dauern dort über das Wochenende an.

Für Elon war es kaum mehr als ein Streichholz. Eine mächtige Birke entwurzelte der Sturm in der Wettringer Straße in Gnoien. Nur einer der vielen Bäume, die den Freitag nicht überlebten.
Eberhard Rogmann Für Elon war es kaum mehr als ein Streichholz. Eine mächtige Birke entwurzelte der Sturm in der Wettringer Straße in Gnoien. Nur einer der vielen Bäume, die den Freitag nicht überlebten.

Gnoien. Mit voller Wucht hat das Sturmtief Elon die Stadt Gnoien getroffen. Zur Mittagsstunde brach das Unwetter los. Der erste Notruf kam gegen Mittag von der Bundesstraße 110. Dort trifft ein umstürzender Baum die Motorhaube eines Pkw. Der Fahrer bleibt bei dem Unfall unverletzt. Die Feuerwehr eilt herbei, um den Baum von der Straße zu räumen. Gar nicht so einfach. Auf dem Weg zum Einsatzort touchiert das Feuerwehr-Fahrzeug bei schlechter Sicht in strömendem Regen einen Lastwagen. „Nichts Schlimmes, nur leichte Schäden, zusammen etwa 1000 Euro“, heißt es aus dem Polizeirevier Teterow.

Der nächste Einsatz für die Kameraden folgt prompt. Auf der abzweigenden Landstraße von der B 110 nach Walkendorf liegt ein Baum quer. Dutzende dagegen sind es in der Wettringer Straße von Gnoien. Dort zog der Sturm eine Schneise der Verwüstung. Gut zwei Dutzend Bäume sind gefallen. Die Kunststraße in Verlängerung der Wettringer musste gesperrt werden und wird es über das Wochenende bleiben.

Kein Halt vor Kirche und Friedhof

Schwer beschädigt ist die Marienkirche. An der Südseite hat das Dach den heftigen Böen nicht standgehalten. Direkt am Turm sind etliche Quadratmeter abgedeckt. Der Platz unterhalb dieser Stelle ist von den zertrümmerten Steinen übersät. Ein ähnliches Bild bietet sich am Bahnhof. Stark in Mitleidenschaft gezogen ist des Weiteren der neue Friedhof.

Die Malchiner Region hat es indes nicht so hart getroffen. Gegen Mittag stürzt ein Baum im Pisedeer Damm in Malchin kurz hinter dem Bahnübergang auf die Straße. Die Malchiner Feuerwehr kann die Fahrbahn schnell wieder beräumen. Auch am Ortsausgang von Rottmannshagen in Richtung Zettemin legt gegen 13 Uhr der Sturm einen Baum um. Die Feuerwehr hat Äste und Stamm beseitigt, heißt es aus dem Malchiner Polizeirevier.