Innenstadt-Verkehr:

Einmal umfahren bitte: Malchin leitet ab Juli um

Durch Malchins Innenstadt hindurch zu kommen, wird zumindest in eine Richtung schon in einigen Wochen ziemlich umständlich werden. Die Einbahnstraßenregelung am Markt kommt jetzt schneller als es die Malchiner für möglich gehalten haben.

Das Südquartier - die letzte große Wunde des Stadtbrandes 1945 - soll als Parkplatz weiter ausgebaut werden. Da die Straße am Markt wahrscheinlich schon ab Juli in eine Richtung gesperrt wird, werden Autofahrer um den Riesen-Parkplatz herum über die Dressel- und Achterstraße ausweichen müssen.
Carsten Büttner Das Südquartier - die letzte große Wunde des Stadtbrandes 1945 - soll als Parkplatz weiter ausgebaut werden. Da die Straße am Markt wahrscheinlich schon ab Juli in eine Richtung gesperrt wird, werden Autofahrer um den Riesen-Parkplatz herum über die Dressel- und Achterstraße ausweichen müssen

Sechs Jahre lang haben die Stadtväter darauf gewartet, nun soll nicht noch ein Sommer ins Land ziehen: Bei der Sperrung der Straße am Markt drückt das Rathaus jetzt aufs Tempo. Schon Anfang/Mitte Juli soll diese wichtige Durchgangsstraße durch die Innenstadt in eine Richtung dicht gemacht werden, hat sich Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) vorgenommen. Viele hatten erwartet, dass er über die umstrittene Einbahnstraßen-Reglung noch einmal die Stadtvertreter abstimmen lassen würde. Doch das fällt jetzt aus. "Die Einbahnstraße ist bereits beschlossene Sache. Jetzt haben wir auch die Genehmigung der Verkehrsbehörde, die wir jetzt auch umsetzen müssen", sagt der Bürgermeister. Tatsächlich hatten sich die Stadtvertreter bereits im Jahr 2009 dafür ausgesprochen, den Autoverkehr auf der Straße am Markt stark einzuschränken. Auf eine Fußgängerzone konnten sie sich nicht einigen. Also soll man künftig nur noch von der Mühlenstraße zur Wargentiner Straße am Markt vorbei kommen. In die andere Richtung bleibt die Fahrbahn dann gesperrt. Damit das auch jeder mitbekommt, sind neue Verkehrsschilder und auch Poller notwendig, die die gesperrte Fahrbahnseite blockieren sollen. Das muss die Stadt bezahlen. Da will der Bürgermeister nun aber nicht warten, bis die Stadt mal einen genehmigten Haushalt hat, sondern schon vorher Geld locker machen.

Weniger eilig hat es Malchins Noch-Stadtoberhaupt mit dem Parkplatz auf dem sogenannten Südquartier zwischen Dressel- und Schultetusstraße. Da hier kaum damit zu rechnen ist, dass in absehbarer Zeit ein Investor mit Neubau-Plänen auf der Matte steht, will die Stadt den Parkplatz richtig ausbauen. Die Fahrbahn-Platten aus DDR-Zeiten sollen verschwinden und richtige Stellplätze eingerichtet werden. Zwischen den Autos dürfen dann auch ein paar Bäume oder Hecken stehen. Doch dafür hat die Stadt in diesem Jahr wohl kein Geld mehr. Auf Dauer wird der Parkplatz ohnehin nicht an dieser Stelle bleiben. Für das Südquartier gilt weiter ein Bebauungsplan. Allerdings bestimmt die Stadt, wer hier bauen darf. Ihr gehören nämlich die Grundstücke auf dem Parkplatz.

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