Kita-Beiträge:

Eltern müssen tief in Tasche greifen

Die Teterower Stadtvertreter bestätigen die höheren Beiträge für die Kinderbetreuung in der Kita "Nordlichter". Den Platz zu subventionieren, wie in den Vorjahren, könne sich die Stadt nicht mehr leisten. Der Bürgermeister erwartet mehr Unterstützung vom Land.

Eltern müssen ab Januar 2014 für die Kinderbetreuung in der Teterower Kita "Nordlichter" tiefer ins Portemonnaie greifen, das bestätigten jetzt die Stadtvertreter. 
Frank Kleefeldt Eltern müssen ab Januar 2014 für die Kinderbetreuung in der Teterower Kita "Nordlichter" tiefer ins Portemonnaie greifen, das bestätigten jetzt die Stadtvertreter. 

„Es ist für Eltern ein ganz schöner Hieb.“ Stadträtin Frauke Martens redet nicht um den heißen Brei herum. Die Beiträge in der städtischen Kita „Nordlichter“ steigen gerade für den Krippen-Bereich ab dem kommenden Jahr enorm. Rund 105 Euro müssen Eltern für die Ganztagsbetreuung mehr berappen. Im Kindergarten sind es rund 50, im Hort rund 7,50 Euro. I

ndiskutabel für Dieter Ernstmeyer (SPD/UTF). Für ihn ist das „sozial ungerecht“. Jürgen Dettmann mahnt an, dass ein „Image als teuer und nicht bezahlbar entsteht“ und dass Eltern nach anderen Einrichtungen gucken werden. Ellen Welz (Die Linke), die übrigens selbst Erzieherin ist, weist aber auch darauf hin, dass Eltern sich mit dem Konzept einer Kita anfreunden und sich danach die Einrichtung suchen, so ein Platz frei ist. „Wir haben einen qualitativ sehr guten Kindergarten“, fügt Adolf Schlaak (SPD/UTF) hinzu. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung bestätigten die Teterower Stadtvertreter letztlich am Mittwochabend die Platzkosten und die Elternbeiträge, die in gleicher Höhe auch die Stadt als Gemeindeanteil zahlt. „Es ist eine mächtige Steigerung, aber es sind die effektiven Kosten. An denen können wir nicht rütteln“, so Frank Luttmann, Fraktionschef der SPD/UTF.

„Wir müssen Klarheit und Wahrheit reinbringen in die Diskussion um die Platzkosten“, sagt Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos). Vor einem Jahr „wurde akut, dass wir die Haushaltsgenehmigung womöglich nur noch kriegen, wenn wir die Kita an einen freien Träger abgeben.“ Es fand sich keiner, sie bleibt also bei der Stadt (der Nordkurier berichtete). Weiter subventionieren, wie in den vergangenen Jahren, könne die Stadt einen Kita-Platz aber nicht. „Wir geben schon noch mehr dazu, damit die Platzkosten nicht noch weiter steigen“, so Dettmann. Deutlich macht er, dass sie zu fast 90 Prozent durch die Personalkosten bestimmt würden. Die Stadt zahlt im Gegensatz zu anderen Trägern Tarif.

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