Nach Brand in der Heine-Straße:

Evakuierte Mieter noch in Not-Quartieren

Seit dem Brand in einem Wohnblock der Teterower Heinrich-Heine-Straße ist eine Woche vergangen. Ein Termin für die Rückkehr der Mieter in ihre Wohnungen steht indes noch nicht fest.

Alexander Sonnengrün von der Tischlerei Schmitz montiert provisorische Zargen. Die Ersatzzargen werden voraussichtlich erst in der zweiten Monatshälfte geliefert.
Eberhard Rogmann Alexander Sonnengrün von der Tischlerei Schmitz montiert provisorische Zargen. Die Ersatzzargen werden voraussichtlich erst in der zweiten Monatshälfte geliefert.

Verschlossen sind die Türen in der Heinrich-Heine-Straße 15 und 16 seit der Brandnacht am Neujahrstag. Dennoch dringt aus dem Inneren das Dröhnen einer schweren Bohrmaschine. Tischler der Firma Schmitz montieren neue Zargen an allen 24 Wohnungstüren. „Es sind erst einmal provisorische. Wir haben neue Wohnungstüren bestellt, aber die Lieferung zieht sich hin“, ist von Alexander Sonnengrün zu erfahren. Wichtig sei, dass alle Wohnungen ordnungsgemäß zu verschließen sind.

Doch damit können die Mieter noch nicht aus ihren Notunterkünften zurückkehren. Immer noch gibt es keinen Strom in den beiden Hausaufgängen. Völlig zerstört sind die an der Kellerdecke verlaufenden Rohrleitungen für Fernwärme, Wasser und Abwasser. Der Schaden, den das Feuer verursachte, lässt sich auch eine Woche danach nicht in Geldwert beziffern. „Wir haben einen groben Überblick. Doch es stehen noch Untersuchungen aus. Morgen wird ein Chemiker die Wohnungen auf mögliche Kontaminationen untersuchen. Wir müssen ausschließen, dass es gesundheitsgefährdende Rückstände gibt“, kündigte Manuela Hilse, Geschäftsführerin der Wohungsgesellschaft, an.

Auch ein Baustatiker werde zu Rate gezogen. Er muss beurteilen, wie mit Rissen im Fußboden der Erdgeschosswohnungen zu verfahren ist. Diese waren durch die enorme Hitzeentwicklung entstanden. Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, könne der Sanierungsbedarf eingeschätzt werden. Dann sei auch erst abschätzbar, wann die Mieter in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Von den 14 Betroffenen, die im Hotel Blücher eine Notunterkunft gefunden hatten (der Nordkurier berichtete), lebt nur noch eine Familie dort. Alle anderen sind mittlerweile in Ferienwohnungen umgezogen. „Wir konnten selbst eine Gästewohnung zur Verfügung stellen, alle anderen sind privat untergekommen“, berichtet Manuela Hilse. Diese Lösung sei praktikabler, allein schon, was die Verpflegung betreffe, da die Ferienwohnungen über Kleinküchen verfügen.

 

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