Familien-Geschäfte im Rathaus:

Umzug des Touristen-Büros hat Geschmäckle

Teterows Touristenbüro zieht heute um. Vom teuren Marktplatz in ein Haus, das ausgerechnet der Frau des Bürgermeisters gehört. Während einige Teterower darüber noch witzeln, finden andere diesen Umzug mit Mauschel-Verdacht gar nicht zum Lachen.

Auch nicht schlecht: In diesem Gebäude am Ende der östlichen Ringstraße ist die Teterower Tourist-Information ab Montag zu finden. Doch der Umzug sorgt für Diskussionen.
Torsten Bengelsdorf Auch nicht schlecht: In diesem Gebäude am Ende der östlichen Ringstraße ist die Teterower Tourist-Information ab Montag zu finden. Doch der Umzug sorgt für Diskussionen.

Im Touristen-Büro am Teterower Markt klingelt ständig das Telefon. Dabei haben Jana Koch und ihre Mitarbeiterinnen im Moment ganz andere Sorgen. Prospekte, Souvenirs, Kalender – alles muss eingepackt und verstaut werden.

Hinter vorgehaltener Hand amüsiert sich manch Teterower über den Umzug. Komisch ist aber weniger, dass das Touristenbüro dem zentralen Platz Teterows den Rücken kehrt. Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos) hatte für einen echten Schenkelklopfer gesorgt. Die Idee für den Umzug sei aus seinem Hause gekommen, wird der Bürgermeister zitiert. Na klar doch, wenn die Tourist-Information jetzt in ein Haus zieht, das ausgerechnet der Frau des Bürgermeisters gehört. Ein schmuck saniertes Haus am Ende der Östlichen Ringstraße, gleich neben dem Malchiner Tor.

Umzug soll Geld sparen

Und spätestens hier hört für einige Teterower der Spaß dann auch auf. Wie kann man nur den besten Platz in der Stadt einfach aufgeben, schimpft ein Teterower Geschäftsmann. „Wir wollen ja die Touristen gerade auch in die Stadt führen“, hatte Bürgermeister Dettmann argumentiert. Die Urlauber sollen sich doch nicht nur den Markt angucken! Die Stadt spart, weil die Räume am Malchiner Tor eben kleiner sind, rechnete der Bürgermeister vor.

Schon wieder ein echter Brüller, heißt es daraufhin aus der Teterower Geschäftswelt. Denn wenn der Stadt die Räume am Markt zu teuer waren – da hätte sich doch bestimmt etwas machen lassen. Vermieter ist schließlich die städtische Wohnungsgesellschaft.

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