Völlig verregnet:

Feuerwehr muss Nachwuchs-Wettkampf absagen

Monatelang hatten sich die Kinder und Jugendlichen aus dem ganzen Kreis auf ihren Feuerwehrausscheid in Stavenhagen vorbereitet. Als es soweit ist, muss der Kreiswehrführer eine Entscheidung treffen, um die Gesundheit der Teilnehmer zu schützen.

Es hilft nichts: Die jungen Feuerwehrleute müssen den Wettkampfplatz verlassen.
Eckhard Kruse Es hilft nichts: Die jungen Feuerwehrleute müssen den Wettkampfplatz verlassen.

Dass in der nächsten Woche Dutzende Kinder und Jugendliche erkranken, darauf hatte Kreiswehrführer Norbert Rieger keine Lust. Die Gesundheit der 300 bis 350 Mitglieder von Jugendwehren war ihm am Sonnabend wichtiger, als mit Ach und Krach den Kreisausscheid Mecklenburgische Seenplatte durchzuziehen. Wenige Minuten nach 10 Uhr brach er den Wettkampf in Stavenhagen ab. Denn der Regen war zu stark geworden. Er durchnässte immer mehr Kinder und Jugendliche und hätte irgendwann auch die Feuerwehruniformen ganz durchdrungen. Die Bahn war zu nass für die Wettkämpfe. Da wollte Rieger kein Risiko eingehen. „Wir haben ja auch die Fürsorgepflicht“, betonte er.

Die Entscheidung fiel, als der Wettkampf noch gar nicht richtig begonnen hatte. Gerade erst war die Altentreptower Jugendmannschaft auf den Hindernisparcours gegangen, da stoppte Norbert Rieger den Staffellauf auch schon wieder. Die Burg Stargarder mussten ihren Start abbrechen und zogen lange Gesichter. Denn sie wären auf dem Gelände der Reuterstädter Gesamtschule gern noch in die Spur gegangen.

Wettkampf wird nachgeholt

Doch es war zu viel des Guten. Der Regen hatte schon bei der Eröffnung auf dem Stavenhagener Marktplatz begonnen. „Es regnete auch auf dem Weg vom Markt zum Schulgelände“, erzählte der Bockseer Wehrführer, Wolfgang Härtel. Er stand mit seinen Schützlingen unterm Regenschirm. Andere Teilnehmer flüchteten unter die Dächer ihrer Pavillon-Zelte, in die Fahrzeuge oder in die Sporthalle, wo Clown Flori sie mit Späßen und Tricks unterhielt. „Es ist schade, dabei haben wir gestern gerade noch einmal trainiert“, bedauerte Härtel. „Es ist einfach nur deprimierend“, so Steffen Ehrlich, stellvertretender Jugendwart in Burg Stargard.

Norbert Rieger und Kreisjugendwart René Giese wollen nun einen neuen Wettkampftag ansetzen. Wahrscheinlich auf dem Gelände des Kreisfeuerwehrverbands in Neuendorf bei Neubrandenburg werden die Mannschaften um die Tickets für den Landesausscheid ringen. „Dann brauchen wir nicht alle Geräte von Neuendorf zu holen“, sagte Giese. Denn das sei ein ziemlicher Aufwand gewesen, den man nicht alle Tage leisten kann.