Protestaktion vor Notunterkunft:

Flüchtlinge blockieren erneut Landstraße

Es waren gerade einmal zwölf Stunden vergangen, da musste die Polizei wieder nach Jördenstorf ausrücken.

Auf der Straße vor ihrer Unterkunft in Jördenstorf protestierten Flüchtlinge gegen die Bedingungen ihrer Unterbringung.
Stefan Tretropp Auf der Straße vor ihrer Unterkunft in Jördenstorf protestierten Flüchtlinge gegen die Bedingungen ihrer Unterbringung.

Der Verkehr auf der L 23 in Jördenstorf kam am Mittag erneut kurzfristig zum Erliegen. Denn wieder hatten Flüchtlinge aus der Notunterkunft spontan die Straße blockiert. Bereits in der Nacht waren etwa 50 Männer, vornehmlich aus Syrien stammend, auf die Straße gezogen. Sie protestierten gegen die Bedingungen in dem Notquartier.

Hier leben zehn Personen und mehr über Wochen in einem Klassenraum. Sie beanstanden auch die sanitären Verhältnisse und die Verpflegung. Erst nach vier Stunden beendeten sie ihre Aktion.

Zustände auch von Nachbarn kritisiert

Am Vormittag war Dezernent Stefan Meyer mit Mitarbeitern der Güstrower Kreisverwaltung zu einem Krisengespräch vor Ort. Er hörte sich die Beschwerden der Flüchtlinge an. Zur Sprache kam dabei auch die aus Sicht der Betroffenen unverhältnismäßig lange Dauer ihrer Antragsverfahren. Der Dezernent erläuterte den Syrern den Gang des Verwaltungsverfahrens. Den Konflikt zu entschärfen vermochte er offenbar nicht.

Bewohner und Nachbarn der Flüchtlingsunterkunft in Jördenstorf zeigten sich wegen der vorherrschenden Probleme sauer. Viele haben kein Verständnis mehr und äußerten ihren Unmut über die Zustände.

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Kommentare (9)

Wenn diese jungen Männer so voller Tatendrang stecken können sie doch nach Hause und in ihrem Land protestieren und für ein besseres Leben Kämpfen. Dann brauchen unsere Jungen Männer nicht dort hin. (Bundeswehr)

Vor fünf Jahren haben die Menschen in Syrien angefangen zu protestieren, das dürfte selbst Ihnen als NPD-Mann nicht entgangen sein. Was war die Folge? Es gibt seitdem einen Bürgerkrieg ohne absehbares Ende. Auch bekannt. Für alle Menschen in Deutschland, ob NPD-Mitglied, Flüchtling oder Hausmann, gilt übrigens das Grundgesetz. Und das deckt Proteste ab. Wissen Sie aber auch. Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion

Bei dieser Spontandemo gibt es mit aller Wahrscheinlichkeit andere Kräfte im Hintergrund. Ansonsten sind Demos auf öffentl. Boden immer Anmeldepflichtig. Man stelle sich mal vor ,die NPD macht ne Spontandemo auf dem Marktplatz von Neubrandenburg. Der Aufschrei wäre groß. Ja es gab Proteste vor fünf Jahren in Syrien aber die sogenannten Rebellen wurden schnell mit Waffen aus der USA versorgt . Diese tut heute aber kein Handschlag in der Flüchtlingskrise.

Genau so sehe ich das auch, sollen sie doch in ihrem Land für ein besseres Leben kämpfen, anstatt immer nur zu flüchten und auf Kosten anderer zu leben.

Genau. Einfach mal losgehen und kämpfen. Auch in Syrien gab es wie in jedem zivilisierten Land vor dem Bürgerkrieg vor allem friedliche Zivilisten. Die hatten zu Hause gar keine Waffen rumliegen. Haben wir bei uns ja auch nicht. Dann begann der Bürgerkrieg, der inzwischen 200.000 Tote gefordert hat und vor allem von der syrischen Armee und dem sog. Islamischen Staat mit professionellen Waffensystemen und grausamer Härte geführt wird. Was für ein unmenschliches Gefasel, dass Zivilisten sich da ins Gefecht werfen sollen, am besten mit Küchenmessern und Handbesen bewaffnet, um dann von Mörsergranaten reihenweise umgenietet zu werden. Sie wissen gar nicht, was für einen Irrsinn Sie da schreiben. Schauen Sie sich mal ein paar Bilder und Videos im Internet an, dann haben Sie ca. 5% Vorstellung von dem Grauen in dem Land. Und dann fordern Sie, dass Familienväter ohne Ausrüstung, ohne Ausbildung und ohne Orientierung, wer da eigentlich wo gegen wen kämpft, einfach mal an die "Front" sollen, welche auch immer das ist. Prima reingefallen auf den braunen Hetzdreck, der leider aus bekannten Quellen ins Netz flutet.

Wenn ihnen das ganze Verfahren hier zu lange dauert können sie ja wieder zurück wo sie hergekommen sind und dort warten. Wahrscheinlich geht es ihnen hier viel zu gut! Es hat sie keiner gerufen! Als Flüchtling wäre ich dankbar für jede Art von Unterkunft und Verpflegung. Wer die Straßen blockiert macht einen Eingriff in die öffentliche Sicherheit und das muss streng bestraft werden......

Für mich ist es schon lange nicht mehr nachvollzieh bar ,warum Asyltouristen in Deutschland protestieren . Diese Leute,sind doch angeblich vor der Verfolgung geflohen und durch halb Europa gewandert. Wenn ich verfolgt werde,bin ich doch froh,in einem Land zu sein,wo ich nicht verfolgt werden. Kaum in Deutschland angekommen,stellen diese Leute noch Forderungen.Was was erwarten diese Menschen eigentlich: Ein Haus,Auto und eine rund um Versorgung ? Habe ca 40 Jahre als BGS Beamter die Grenzen beschützt,dass jetzt die BK das Tor für alle geöffnet hat,ist für mich unverständlich. Meine Stimme bekommt jetzt die AfD.

1. "Asyltouristen", Ihnen wünsche ich mal einen Tag in Aleppo. ->Hetze! 2. Hat irgendjemand Haus, Auto etc. verlangt? Nein. -> Hetze. 3. Die Bundeskanzlerin hat keine Grenzen geöffnet. Die waren schon lange offen. -> Unfug.

Meist werden diese Menschen von sog. Aktivisten - die haben schon (immer) einen deutschen Pass - zu derartigem Verhalten ermutigt. Außerdem meine ich, dass man endlich mal von den unzutreffenden Verallgemeinerungen ablassen sollte. Unter den Menschen, die hier aus aller Herren Länder ankommen, sind Anständige, Labile und Kriminelle. Wäre auch ein Wunder, wenn das anders wäre. Hier müssen wir m.E. ansetzen: Wer kriminell ist oder sich der Integration (im rechtsstaatlichen Rahmen) während seines Hierseins (sei es zeitlich begrenzt oder dauerhaft) verweigert, muss wieder zurück geschickt werden. Und da sage auch ich: Das schaffen wir Deutschen! Hans Schommer Hohenbollentin