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Fördertopf leer, Baustart fraglich

VonEberhard RogmannDas Mehrzweckgebäude in Altkalen braucht eine Verjüngungskur. Das Land stellt Geld bereit, aber damit ist nur die Hälfte der Kosten ...

VonEberhard Rogmann

Das Mehrzweckgebäude in Altkalen braucht eine Verjüngungskur. Das Land stellt Geld bereit, aber damit ist nur die Hälfte der Kosten gedeckt.

Altkalen.„Es wird immer schwerer, Geld zu bekommen.“ Mit einem Seufzer kommt diese Feststellung Renate Awe über die Lippen. Den Beleg bleibt Altkalens Bürgermeisterin nicht schuldig. Abgelehnt wurde der Antrag ihrer Gemeinde auf Kofinanzierung des Straßenbaus in Granzow. Dort wird in diesem Jahr eine zentrale Ortsentwässerung verlegt. Im Nachgang sollte die Dorfstraße erneuert werden. Ohne eine Zuwendung des Landes wird daraus nichts. Das Land sagt „nein“ – man könne keine Priorität des Bauvorhabens erkennen, heißt es in der Begründung. „Die Leitungen werden verlegt und der Ausgangszustand wieder hergestellt“, macht Frau Awe die Alternative deutlich.
Günstiger allerdings sind die Aussichten für die Instandsetzung des Mehrzweckgebäudes in Altkalen. Dafür erteilte das Innenministerium eine Zusage über knapp 130000 Euro. Das sind mehr als die Hälfte der Sanierungskosten, die sich auf etwa 240000 Euro belaufen. An der Bedeutung dieses Bauvorhabens lässt die Bürgermeisterin keine Zweifel aufkommen. „Das Gebäude hat mit seinem Saal den einzigen größeren Veranstaltungsraum der Gemeinde. Mit unseren knapp tausend Einwohnern in zehn Dörfern brauchen wir diesen Raum unbedingt, wenn wir mal in größerer Runde zusammen kommen, sei es als Gemeinde, seien es die Vereine oder zu sonstigen Veranstaltungen.“
So willkommen die Unterstützung des Landes auch ist, noch bleiben Probleme bei der Finanzierung. Denn aus dem Fördertopf für die ländliche Entwicklung hatte die Gemeinde weitere 85000 Euro beantragt, allerdings bekam sie nur 68000 Euro genehmigt. Dieses Geld wird aber erst im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Denn wie sich zeigte, sind für 2013 nur noch 25000 Euro im Topf. Das bringt die Altkalener doppelt in die Bredouille. Zum einen müssen sie nun einen Eigenanteil von 43 000 Euro aufbringen. Wo das Geld locker gemacht wird, ist noch nicht ganz geklärt. Zum anderen ist fraglich, ob mit den Bauarbeiten überhaupt noch in diesem Jahr begonnen werden kann. In Aussicht stellt die Bürgermeisterin, dass man in der zweiten Jahreshälfte das Dach erneuern könnte und die Arbeiten an der Fassade dann in 2014 erfolgen.

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